Wir geben Kindern in Nepal eine Zukunft

... und Sie können dabei helfen!

da en fr de hi ru es

Gestern, am 25.4.2016, war es genau ein Jahr her, als um 11:56Uhr Ortszeit die Erde bebte. Ich war damals auch in Nepal und bin gestern am gleichen Platz mit denselben Leuten zusammengetroffen und wir haben ein wenig geredet, was in dem vergangenen Jahr passiert ist. Es war für uns alle, die Nepalesen insbesondere, aber auch uns Helfer in Deutschland ein arbeits- und ereignisreiches Jahr.

Unser Verein hat gleich nach dem Erdbeben viele Spendengelder gesammelt. Wir waren mehrmals in den Medien (TV, Zeitungen) vertreten und konnten so über Nepal und unsere Aktionen berichten. Unsere Partner in Nepal haben großartige Ersthilfe geleistet. Im Moment laufen weitere Bauarbeiten an den Gebäuden der Grundschule in Shreechaur, erdbebensicher und den Arbeitern Geld bringend, damit sie ihre eigenen Häuser wieder aufbauen können.

Was ist in Nepal inzwischen passiert? Die Regierung hat die Schäden aufgenommen und rund 200$ pro Familie für die Erstunterstützung gezahlt. Ein Nationales Wiederaufbaukommitee ist gegründet worden und sollte die Hilfe organisieren sowie die gesetzlichen Grundlagen dafür festlegen. Auf Grund vieler Faktoren (Unorganisiertheit, Kompetenzstreitigkeiten, aber auch Korruption) ist die Arbeit bisher nicht wirklich angelaufen, die Gelder der Weltgemeinschaft (4.4 Milliarden $) wurden nicht ausgezahlt, die Menschen haben keine weitere staatliche Hilfe bekommen. Viele müssen immer noch in temporären Notunterkünften ausharren. Trotzdem sind - auch durch die Unterstützung vieler Privatpersonen und kleiner NGOs überall Bauarbeiten zu sehen, Schulen und Wohnhäuser werden wieder aufgebaut, so gut es eben geht. Gestern erfolgte nun endlich (!) der offizielle Start des staatlichen Wiederaufbauprogramms „mega reconstruction campaign“ mit einer symbolischen Aktion in Barpak, Gorkha dem Epizentrum des Bebens. Dort wurde durch Präsident Bhandari der Grundstein für einen „Earth quake memorial park“ gelegt. Typisch nepalesisch mal wieder! Hoffen wir, dass die Gelder nun ausgezahlt werden, aber mit 2000$ in drei Raten kommen die Menschen auch nicht wirklich weit. Glücklicherweise hat sich „als Ente erwiesen“, dass diejenigen, die bereits mit Bauen begonnen haben, angeblich kein Geld bekommen sollen.

Es gibt noch viel zu tun in Nepal. Wünschen wird den Menschen hier Ausdauer und Kraft. Zum Glück hilft die nepalesische Mentalität etwas, die Probleme mit größerer Ruhe zu ertragen, als es bei uns in Deutschland möglich wäre.

Ein herzliches „Namaste“ aus Kathmandu von Holger

 

pano1

Notunterkünfte neben dem Eingang zum 5 Sterne Hotel Hyatt in der Nähe des Boudha Stupa in Kathmandu

 

IMAG1440

Der beim Erdbeben zerstörte Bimsen Tower.

IMAG1449

Das Kumari Haus am Durbar Square ist abgestützt.

wbI 164

Rekonstruktionsarbeiten am Boudha Stupa.