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Shreechaur, 13.04.2016                11:00Uhr

Namaste! Herzliche Grüße an die Familie, Freunde und alle anderen ZuKi-Fans aus Nepal verbunden mit einem Happy (Nepali) New Year!

DSCN0832 aDie Nepalesen "feiern" heute ihr Neujahr, d.h. den 01.01.2073 nepalesischer Zeitrechnung. Der Begriff "feiern" ist hier im Dorf, angesichts der Tatsache, dass gestern und heute nur zwei arbeitsfreie Tage ohne weitere außergewöhnliche "Events" sind, reichlich übertrieben. Im Kathmandu Valley soll mehr los sein.

Vor zwei Wochen, am 30.03.2016, sind wir nach einem sehr ruhigen und pünktlichen Flug über Istanbul zur Mittagszeit in Kathmandu gelandet und haben bei der Einreise mit großem Entzücken die extrem zügige und einfache Ausfertigung unserer Online-Visa-Anträge erlebt. Unsere Freude über die überaus schnelle Einreise wurde dann doch etwas gebremst, da wir anschließend noch 1½ Stunden auf unser Gepäck warten mussten! Naja, immerhin waren unsere prall gefüllten Koffer nicht abhanden gekommen.

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Die folgenden beiden Tage im bunten und quirligen (mit Kuh vorm Juwelierladen), aber leider wie so immer abgasverpesteten Kathmandu waren diesmal viel zu kurz, da wir mal wieder viele Dinge zu erledigen und zu besorgen hatten. Zuerst stand die Verlängerung unserer Visa an, die erstaunlicherweise erneut extrem einfach und zügig von Statten ging. Zumindest im Department for Immigration scheinen noch Zeichen und Wunder zu geschehen, in Sachen Erdbebenhilfe seitens der Regierung hingegen überhaupt nicht! Danach stand der Einkauf von Bolzenschneider (Sadhu fast inklusive!), Bohrmaschine, Stichsäge, Leiter, Laminiergerät und anderen Dingen auf unserem Einkaufszettel. Martin war in seinem Element und zusammen mit Peshalas Freund Dhanesh überaus erfolgreich. Während dieser Zeit organisierte Peshala 1155 Schulbücher fürs kommende Schuljahr und natürlich mal wieder Massen an Medikamenten.

Nach diesen prall gefüllten Einkaufstagen in Kathmandu ging es am 02.04. frühmorgens mit Jeep Richtung Gesundheitsstation.

Nach etwa 10 Stunden Fahrt ohne Pleiten, Pech und Pannen trafen wir in Rampur ein, wo wir im Haus von Peshalas Bruder logierten, um am nächsten Tag nach 5 Stunden Aufstieg endlich die "Großbaustelle" des Dorfes Shreechaur am Gelände der Gesundheitsstation nebst einem Blütenmeer an Margeriten zu erreichen.

 

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Auf dieser Großbaustelle aus zwei Schulgebäuden mit je drei Klassenräumen, die für Kinder der reinste Abenteuerspielplatz ist, wird 7 Tage die Woche von 9:30 - 17:00 Uhr sehr emsig und zügig gearbeitet. Etwa 8 Personen sind ausschließlich damit beschäftigt den lieben langen Tag Steine zu Kies zu zerklopfen, während zeitgleich andere unermüdlich große Steine für die Mauern heran schleppen. Etwa 20 weitere Personen mischen Beton an, schütten Betonringe und -säulen für die Stabilität der Gebäude, errichten die Mauern und zimmern die Fenster, Türen und Schulmöbel (Tische, Bänke).

 

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Permanent hört man das Hämmern, Sägen, Hobeln oder Bohren von Löchern. Jetzt profitieren insbesondere die Tischler bei ihren Arbeiten von der im Herbst 2015 installierten Solaranlage. Da sie 220 V liefert, können nun Elektrohobel, Kreissäge und Bohrmaschine eingesetzt werden und erleichtern damit deren Arbeit immens.

 

Mit Mulis wird der notwendige Sand für alle Bauarbeiten herantransportiert.

Und während all dieser Aktivitäten "kommen aus dem Null-Komma-Nichts", oft mehrmals täglich, extreme Sturmböen auf, so dass alle irgendeinen Standort suchen, um etwas gegen den aufgewirbelten Staub geschützt zu sein. Diese etwa 5 Minuten langen Böen können durchaus mit den uns bekannten Herbststürmen mithalten. Und alles, was nicht "niet- und nagelfest" ist, braust von dannen. Dafür haben wir jetzt äußerst angenehme Temperaturen, sogar in unserem Zimmer sind jetzt Kuschelige 23 °C, allerdings angereichert mit ziemlich viel Staub! Momentan frieren wir also nicht, stattdessen ist Verstauben angesagt! Solange das nur äußerlich ist, sollte es kein Problem werden.

 

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Noch sind hier Schulferien, da die Schüler Ende März ihre Jahreszeugnisse erhielten. Ab nächstem Sonntag heißt es dann wieder "stramm stehen" für das morgendliche Ritual vor Unterrichtsbeginn. Zurzeit findet in der Schule die "Admission" statt, d.h. die Eltern melden ihre Jüngsten in der Schule an. Bemerkenswert ist, wie stolz die Kinder die neuen Schulbücher fürs kommende Schuljahr im Arm halten.

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Die Schüler kommen mit dem neuen Schuljahr auch in den Genuss von mindestens 2 neuen Toiletten und eines großzügigen, seit drei Tagen fertig gestellten Waschplatzes mit 5 unterschiedlich hoch angebrachten Wasserhähnen zum Händewaschen und auch Trinkwasser holen. Zum Wäschewaschen ist dieser Platz ebenfalls bestens geeignet.


Nach zwei absolut entspannten Tagen wird morgen wieder rege Bauaktivität einsetzen.

Bis Sonntagmittag werden wir noch hierbleiben, um auch noch das Prozedere der 1. Schultags im neuen Schuljahr beobachten zu können.

Danach werden wir das PMC für etwa 3 Wochen verlassen, um eine hoffentlich interessante Trekkingtour in ein entlegenes Gebiet am Annapurna anzutreten.

Aber davon mehr, wenn wir diese Tour erfolgreich gemeistert haben.

Wir wünschen allen wunderbare Frühlingstage und sagen hiermit tschüss bis zum nächsten Bericht.

Ciao

Susanne + martin