Wir geben Kindern in Nepal eine Zukunft

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Kathmandu, 17.12.15    11:00 Uhr


Namaste!    
DSCN9857 aWir grüßen ganz herzlich die Familie, Freunde und alle anderen ZuKi-Fans aus KTM!
Nachdem wir Anfang der Woche vom PMC Abschied genommen hatten, sind wir am darauf folgenden Tag nach nur 8-stündiger Fahrt mit einem Jeep wohlbehalten in KTM angekommen. Die "Packungsdichte" des Jeeps mit 11 Erwachsenen, 3 Kindern auf verschiedenen Schößen sowie Massen an Gepäck auf dem Dach des Vehikels überschritt bei weitem die "EU-Norm für die Packungsdichte von Ölsardinen". Aber die mehr als 4 Stunden Zeitersparnis durch deutlich bessere Straßenverhältnisse von Okhaldhunga nach KTM ließ die "gequetschten" Beckenknochen schnell in Vergessenheit geraten. Nach dieser schönen Überraschung gönnten wir uns am Abend das kulinarische Highlight nach 10 Wochen Dhaal Bhaat, Noodlesoup, Fried Noodles und Boiled Potatoes: Eine ausgesprochen delikate Pizza sowie ein sehr leckeres mit Chicken und Veg gefülltes libanesisches Fladenbrot. Diese Geschmackserlebnisse waren unglaublich! Mittlerweile haben wir auch noch frischen Yakkäse und richtig gutes Baguette entdeckt. Damit sind unsere Gelüste auf anderes Essen vorerst mal gestillt.


Was hat sich nun getan am PMC seit dem letzten Bericht bis zu unserer Abreise?


Am 25.11.15 (Mi) "stiefelte" Ulrike Roeder aus Hamburg mit großem Gepäck für einen 3-tägigen Besuch des PMC an und hatte sogar Honigkuchen und echte Nürnberger Elisenlebkuchen für uns dabei. Fantas-tisch, was übrigens auch Peshala und ihre Mitarbeiter fanden! Während Ulrike in den folgenden Tagen vor allem die Schule in Augenschein nahm, beendeten wir mit Mikes tatkräftiger Unterstützung die Renovierung des Wardrooms (Behandlungsraum für bettlägerige Patienten). Nun können Peshala und ihre Mitarbeiterinnen in diesen "in neuem Glanz erstrahlten" Räumen auch die "Blessuren" der Boarding School Students zeitnah behandeln, was von großem Vorteil für die Schüler ist.

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Am 26.11.15 (Do) traf dann endlich die sehnlichst erwartete neue Mitarbeiterin Sabitra Pulami Magar im PMC ein. Lila, die langjährige Mitarbeiterin von Peshala, ist darüber überglücklich, denn Lila und Sabitra kennen sich von ihrer Ausbildungszeit her. Auch wir haben bislang einen sehr guten Eindruck von ihr und Peshala ist erstaunt über den großen Erfahrungsschatz, den die erst 21-jährige Sabitra hat. Nun müssen alle die Daumen drücken, dass Sabitra sich dort gut einlebt und das Heimweh zu den Eltern sich bald legt.

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Am Samstag (28.11.) mussten sich Ulrike und Mike vom PMC verabschieden und ihre Rückkehr nach KTM antreten. "Aus Spaß an der Freude" sind wir mit ihnen nach Rampur abgestiegen, um am nächsten Tag um 4:30 Uhr nach Okhaldhunga zu fahren. Dort sollte um 6:00 Uhr morgens der Jeep nach KTM abfahren. In Okhaldhunga angekommen, erhielten wir die Info , dass alle Jeeps wegen eines Streiks/Bandars frühestens ab 15:00 Uhr fahren würden. Was tun um 6:00 Uhr morgens im Dunkeln, wenn es zudem auch noch empfindlich frisch ist? Glücklicherweise kannte Peshala einen Teashop, indem wir etwas Warmes trinken und essen konnten. Natürlich gab es wieder mal Noodlesoup und einen seltsamen "Tee mit einem Hauch von Kaffeegeschmack" bis wir endlich rafften, dass es sich um nepalesischen Kaffee handelt. Da ich großen Durst hatte, habe ich sogar einen zweiten Becher davon getrunken, die anderen verzichteten lieber. Anschließend hatten wir alle Zeit der Welt, Okhaldhunga zu erforschen, was insbesondere für Ulrike und Mike interessant war.

So konnte Martin endlich den dringend benötigten Controller für die neue Solaranlage ergattern.

Außerdem erwarben wir auf Ulrikes Vorschlag hin sogar noch 40 Tiffin Tins (Henkelmänner) für die Students der Boarding School, die sich bislang immer mit Keksen oder rohen(!) Nudeln in der Mittagspause versorgen. Wir hoffen, dass diese dann, einige Mitschüler machen es bereits vor, von zu Hause aus gesundes Mittagessen mit bringen.


Wider Erwarten konnten Ulrike und Mike bereits gegen 13:30 Uhr die Rückreise nach KTM antreten, um nach einer Rekordzeit von 7 Stunden sicher in KTM einzutreffen.

In den folgenden zwei Wochen bis zu unserer Abreise hat sich noch erstaunlich viel am PMC und der CDS Boarding School getan:
Martin baute sofort den Controller für die Batterien der neuen Solaranlage ein und verlegte elektrische Leitungen in den Stationary Room, die Lehrerküche sowie in die Hostelunterkunft aus Wellblech, damit in diesen sehr zugigen und kalten Räumen bei Dunkelheit als minimaler Luxus zumindest Licht angemacht werden kann.
Auf dem Dach des neuen Kindergartengebäudes wurde ein neuer, dichter Wassertank mit Schwimmer und Wasserleitung in die Lehrerküche installiert. Jetzt hat diese extrem spartanische Lehrerküche auch "fließendes", eiskaltes Wasser ständig zur Verfügung.
Zeitgleich fingen auf dem Gelände der Boarding School die Vorbereitungen für das neue Schulgebäude an: Tonnen an Erdreich und Steinen wurden beseitigt, um Platz für das neue Gebäude zu schaffen. Es ist immer wieder von neuem total beeindruckend, was allein mit manpower bewerkstelligt werden kann, wofür wir im Westen Bulldozer, Bagger und anderes schweres Gerät einsetzen. Die Steine können einerseits für die noch zu errichtende Stützmauer verwendet werden (leider fehlen dafür immer noch die erforderlichen Drahtkörbe), andererseits für die Herstellung des für den Beton notwendigen Schotters.
Nebenbei wurden die 6-tägigen Prüfungen zum Ende des zweiten Schultrimesters durchgeführt. Zudem erhielten wir Besuch von zwei Ärzten aus Deutschland. Einer davon ist gebürtiger Nepalese und hat vor 14 Jahren mit dem Medizinstudium in Berlin begonnen und war zuletzt in einem Tübinger Krankenhaus tätig. Der andere beginnt im Januar 2016 mit der Facharztausbildung zum Neonatologen. Der Kontakt kam über eine gute Bekannte in Kathmandu zustande. Beide Doctores waren vom PMC überaus beeindruckt.
Zu guter Letzt durfte ich dann auch noch eine viel zu große Steppjacke in Kooperation mit einem Schnei-der vor Ort ändern, so dass nun Peshalas Schwägerin glückliche Trägerin einer flotten, warmen Winterjacke ist.
Jetzt verbringen wir hier noch ein paar organisationsfreie Tage bevor wir über Indien den Heimweg antreten und Mitte Januar in der Traumstadt Hamburg eintrudeln.

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frWeihnMit den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2016 sagen wir jetzt tschüss und bis bald direkt aus Hamburg!        

 

Susanne + martin  

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