Wir geben Kindern in Nepal eine Zukunft

... und Sie können dabei helfen!

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Wir wollen beim Wiederaufbau helfen!
Wir haben einen Hilfsfond für Erdbebenopfer eingerichtet.

Nutzen Sie bitte unser Spendenkonto:

ZukunftsKinder Nepal
IBAN:    DE10 200 100 200 547 566 202   /  BIC:   PBNKDEFF
Stichwort:  Erdbeben


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Weitere Infos gibt es hier >>>. Den Spendenaufruf können sie auch herunterladen und weiter verteilen.


 

 

12. Mai 2015 um 12.50 Uhr Ortszeit WIEDER EIN BEBEN DER STÄRKE  7,4

Wir erhalten sehr schnell erste Nachrichten übers Internet:

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Der Kindergarten wurde umgehend evakuiert, die Betreuer und die Kinder warten dicht aneinandergeschmiegt im Freien.  
150512 KiGa 3 1  150512 KiGa 4
 150512 Again and Again

In den folgenden 4 Stunden
gibt es weitere 6 Erdstöße im Bereich 5-6.

Das Epizentrum liegt heute unendlich dicht bei Mirge und Gairimudi, den Heimatdörfern von Bipana und Danesh. Wir erfahren nur, dass dort ALLE Häuser zerstört sind, es soll auch eine Tote zu beklagen sein. Wir warten auf weitere Nachrichten.

 150512 PMC 150512 PMC 2

Im PMC sind auch alle vor das Gebäude gegangen. Eine junge Frau liegt in den Wehen und wird von Lila und Muna betreut.

Rechts daneben sitzt die Großmutter von Peshala. Sie hat das große Erdbeben von 1934 auch schon miterleben müssen.

Und dann wird am Tag des 2. schweren Erdbebens im PMC ein Kind geboren.

Vielleicht ein Zeichen der Hoffnung.

Ein Hoch auf die modernen Medien!

Bereits eine Stunde nach dem ersten Beben erhalten wir eine Nachricht von Dina auf Facebook. Wir sind erleichtert.

Facebook Dina 13.23 Uhr

 

Ein Erdbeben der Stärke 7.8 hatte am 25.4.2015 Zentralnepal erschüttert. Von diesem Moment an gab es viele weitere Erdstöße an unterschiedlichen Orten mit teilweise verheerender Wirkung. Eine halbe Million Häuser sind zerstört oder so schwer beschädigt, dass sie unbewohnbar sind. 8,1 Millionen Menschen sind betroffen.




 

Besuch auf der Baustelle in Shreechaur und in der Grundschule im April 2015

Namaste aus Kindergarten und Schule „Shree Champa Devi English Boarding School“ in Shreechaur. Noch steht das neue Schulgebäude nicht zur Verfügung, aber seit einem Jahr existiert das temporäre Holz- und Blechgebäude mit Nursury (die ganz Kleinen), lower and upper K.G. (untere und obere Stufe des Kindergartens). Gerade läuft die Anmeldezeit fürs neue Schuljahr und bereits sind ein paar Eltern da, die ihre Kinder mitgebracht haben, denn heute – obwohl Ferien – sind einige der Kinder gekommen. Der Hauptgrund ist Folgender: Eine „boarding Schule“ ist eine private Schule, die sich mit Schulgeld finanziert. Einige der Familien sind so arm, dass sie sich das Schulgeld nicht leisten können. Das nepalesische Schulkomitee und wir als ZuKi-Verein sind aber der Meinung, dass auch diese Kinder eine Chance bekommen sollten. So haben wir vereinbart, für diese Kinder das Schulgeld zu übernehmen. Was bedeutet, dass ich die Kinder fotografiere, um über unseren Verein Patenschaften zu ermöglichen. Und wir werden ihre Resultate ebenfalls mit „überwachen“, um die Entwicklung zu sehen. Erstaunlicherweise erweisen sich die Kinder aus armen Familien oft als besonders talentierte Schüler, was man in den Ergebnissen dann sieht. Ich nutze natürlich auch die Zeit mit den Kindern, um darüber zu berichten, wie das Geld für den Schulneubau zusammenkommt und erzähle ein bisschen vom Sponsorenlauf am Gymnasium Einsiedel. Nachdem die Kinder wieder nach Hause dürfen und ihren unterbrochenen Ferientag weiter genießen, nehme ich noch an einem Meeting des Schulkomitees teil, höre die Wünsche an, diskutiere mit Ihnen und beantworte weitere Fragen. Aus meiner Sicht wird das für die Zukunft ein ausgesprochen anspruchsvolles, aber auch schönes Projekt. Ihr kennt ja meine Meinung: das einzig nachhaltig Richtige und am meisten Wichtige in der Entwicklungshilfe, ist Unterstützung beim Lernen und bei der Ausbildung.

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Hello Schüler und Schülerinnen Schulkomitee

Am Vortag wurde mit ca. 40 Personen die Deckenplatte des Erdgeschosses vom neuen Gebäude gegossen. Dabei habe sogar Kinder der Grundschule mitgearbeitet. Am Abend gab es ein großes Fest.

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Fleißige Arbeiter Die fertige Deckenplatte

 

 

Kindergartenhaus - Baustelle 30. März 2015

Und wieder ein Stück weiter ...

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Kindergartenhaus - Gymnasium Einsiedel plant einen 2. Sponsorenlauf am 7.7.2015

Am 9.3.2015 waren im Gymnasium Einsiedel (Chemnitz, Sachsen) rund 60 Eltern- und Schülervertreter, Lehrer und Gäste vom Organisationsteam eingeladen worden, um erste Informationen für den diesjährigen Sponsorenlauf am Gymnasium zu bekommen. Beim letzten Sponsorenlauf 2014 kamen über 8000 € zusammen, die uns für den Bau des erdbebensicheren Kindergartenhauses maßgeblich die Geldmittel erbrachten. Die IG "Eine Welt" des Gymnasiums sowie wir als ZuKi-Verein konnten ebenfalls unsere Arbeit vorstellen. Danke ans Gymnasium für diese Veranstaltung. Von unserer Seite jetzt schon mal "Gutes Gelingen" und bestes Laufwetter! Bis dann...

ZUKI Banner web

 

Kindergartenhaus - Baustelle 7. März 2015

Die ersten Mauern werden errichtet. Es geht unglaublich vorwärts!

023 20150307 Mauern 01 024 20150307 Mauern 02 025 20150307 Mauern 03

 

Kindergartenhaus - Baustelle 6. Januar 2015

Die ersten Pfeiler sind betoniert.

125 erste Pfeiler 150205

 

Reisebericht vom Januar 2015

Dhulikhel, 02.01.15

Namaste! Happy New Year, Ihr Lieben!

Wir dachten ja bereits, mit den ziemlich frischen Temperaturen morgens und abends ganz gut zu recht zu kommen durch die praktische Übung in der Gesundheitsstation (PMC). Aber vielleicht haben wir uns durch das zweimalige Einschalten der Gasheizung morgens im PMC zu sehr verwöhnt. Dieser Luxus war jedenfalls unglaublich angenehm! Leider konnten wir ihn öfters nicht nutzen, da die Gasflasche in der Küche zum Kochen ihren Dienst mangels Gas verweigerte und deshalb die Flasche der Gasheizung herhalten musste. Zum Glück wurden dann doch noch zwei weitere volle, "sauschwere" Gasflaschen (ca. 30 kg/Flasche) von 2 Portern etwa 6 Stunden lang aus Rampur hochgeschleppt. Die beiden jungen, schlanken, aber dennoch sehr kräftigen Typen konnten sich hinterher in der Küche des PMC bei 'ner Tasse Kaffee ein wenig erholen. Da man aber Räume in Nepal nur ohne Schuhe betreten darf, hatte die Anwesenheit dieser beiden barfüßigen Jünglinge eine "Geruchsbelästigung" zur Folge, die auch unseren drei jungen Ladies des PMC unglaublich in die Nase stieg. Deshalb sprühte Peshala etwas ähnliches wie Raumspray oder Desinfektionsspray direkt auf die Füße der beiden in der Hoffnung, den Geruch zu bannen. Aber der Effekt war gleich Null. Unmittelbar nachdem die beiden Porter mit ihrem Lohn in den Taschen das PMC verlassen hatten, wurde der "kontaminierte" Küchenfußboden zweimal komplett gewischt, im letzten Wischgang mit Spiritus!

Wir entdeckten diesmal, dass man nach einem etwa anderthalbstündiger Aufstieg auf einen der "Hügel" direkt hinter dem PMC die Sicht auf das Everest-Gebiet, auf den Gaurishankar (7135 m), das Langtang-Gebiet und vermutlich auch die Annapura-Region hat. Der Blick auf die Eisriesen bei glasklarem Himmel war einfach grandios!

Unser Silvesterprogramm bestand aus einer 8-stündiges Tagestour vom PMC zur nächsten Busstation für die Rückfahrt nach KTM. Dieser Tag war ein Feuerwerk der Impressionen:
Start am frühen Morgen bei frostigen Temperaturen, stahlblauem Himmel, strahlender Sonne und himmlischen Bergen am Horizont. Dann ein langer Abstieg in tieferliegende Täler mit frühlingshaften Temperaturen, knallgelb blühenden Senffeldern (ähnlich wie Rapsfelder) und summenden Bienen mittendrin, dem sehr jungen und frischen Grün der keimenden Gerste, dahin plätschernden Bächen, üppig tragenden Mandarinenbäumen und einer Pause mit Honigkuchen! Und abends dann die Übernachtung in einer "extrem rustikalen "Lodge mal wieder mit Standard-Dhaal Bhaat als Silvester-Dinner. Das Highlight am Neujahrstag war dann noch eine Sau mit 14 (in Worten vierzehn) Ferkeln. Das kann nur ein gutes Zeichen für das neue Jahr sein.

Nach einer 13-stündigen Tour mit Bus und Taxi sind wir gestern gut in Dhulikhel angekommen. Leider ist hier zum ersten Mal seit 14 Tagen das Wetter mies: Dicke Wolken, zwischendurch immer wieder kurze Regenschauer und gerade ein schöner Regenbogen dort, wo eigentlich Berge zu sehen sein müssten. Die Zimmer im wirklich guten Hotel sind reichlich "unterkühlt" und das Aufstehen morgens kostet echt Überwindung; nur die Aussicht auf eine heiße Dusche lockt einen aus dem Bett heraus.

Frohes Neues Jahr !

Susanne und Martin

PMC Berge oberhalb PMC DSCN7404 PMC Ueberblick Gelaende DSCN7376 PMC 31.12.14 Weg zum Bus DSCN7646

 

PMC/ Kindergarten : Reisebericht vom Dezember 2014

Shreechaur, 24.12.14           (Morgens + abends, ca. 4 °C; Tagsüber strahlende Sonne, kalter Wind, ca 15 °C)

Namaste!       Frohe Weihnachten, Ihr Lieben!

Momentan sitze ich mit Daunenjacke am Leib und Daunenschlafsack auf den Füßen in unserem mittlerweile atmosphärisch, sehr kuscheligen Zimmer und höre nebenbei die in der Küche laufenden Vorbereitungen für unser Weihnachtsessen "Dhaal Bhaat mit Bio-Huhn". Zur Feier des Tages wollen wir Peshala, Lila, Somba und allen anderen Familienangehörigen von Peshala dieses Festtagsmahl gönnen, denn Fleisch ist absoluter Luxus in Nepal! Die beiden Hühner konnte Peshala bei ihrer Großmutter im Haus nebenan "ergattern" und zum Glück auch dort schlachten lassen. Da bin ich dann doch "dekadente" Deutsche durch und durch!

Wir sind nach einem pünktlichen Flug am 19.12 in Kathmandu gelandet und haben uns gleich daran gemacht, Materialien für die Gesundheitsstation (PMC) und unser Zimmer dort zu kaufen.

Am Sonntag, 21.12.14 um 04:00 Uhr morgens ging es dann mit dem Jeep und all unserem Gepäck (Peshala hatte viel Medizin für das PMC eingekauft) auf den langen Weg nach Rampur, dem letzten mit dem Auto erreichbaren Ort vor dem PMC.

Obwohl wir auf diesem Trip in Ghurmi den Sunkhosi-River mit "Sack und Pack" über die Hängebrücke zu Fuß überqueren mussten und auf der anderen Flussseite mit einem neuen Jeep die Fahrt fortsetzten, erreichten wir zu unserer ganz großen Überraschung bereits nach 12 ½ Stunden Fahrt unser Ziel, das Haus von Peshala's Bruder in Rampur. Der Grund für diesen Zeitgewinn von etwa 3 Stunden sind die erheblich besser gewordenen Straßenzustände auf vielen Teilstrecken. Zudem soll am nächsten Tag (22.12.14) eine neue, ganzjährig befahrbare Eisenbrücke über den Sunkhosi-River eröffnet werden. Wir waren also die letzten Touristen, die ihr Gepäck zu Fuss über die Hängebrücke tragen mussten.

Bei bestem Wetter brachen wir am frühen Montagmorgen (22.12.14) auf für den etwa vierstündigen Aufstieg zum PMC. Wegen des knallblauen Himmels und der glasklaren Sicht "strahlte" uns das PMC auf dem Berg förmlich entgegen.

Dort angekommen, konnten wir dann die Neuerungen auf dem Gelände durch den Kindergarten in Augenschein nehmen. Dort ist in der Tat viel Neues entstanden: 2 neue Räume für den Kindergarten sowie ein Meeting-Room mit Anschauungsmaterialien und ein wenig Spielzeug für die "Kids", wobei es sich um sehr einfache Räume aus Wellblech handelt. Für die geplanten neuen Steingebäude sind die Erdabtragungen und die Anlieferung des benötigten Sands bereits in vollem Gang. Dabei muss man wissen, dass die Sandanlieferung der reinste Kraftakt ist: vom PMC aus dauert es 1 Stunde bis zum Fluss hinunter, um dort Säcke mit Sand zu befüllen. Das Hinauftragen eines etwa 30 - 40 kg schweren Sandsacks dauert dann 3 Stunden!

Heute erst konnten wir die 48 Kindergarten-/Vorschulkinder (hier wird alles gemixt) sehen, da es 1 Woche Examensferien gab. Schon bemerkenswert, dass Kindergarten- / Vorschulkinder bereits mit Prüfungen "drangsaliert" werden. Aber manche Kindergarten- /Vorschulkinder ähneln nicht im entferntesten unseren Kindern im entsprechenden Alter, weil viele Kinder hier eher Primarschulalter haben. Außerdem scheint den Kids der "Wettbewerb" hier richtig Spaß zu machen.

Nun gibt's das Weihnachtsdinner, allerdings muss ich die Beschreibung insofern korrigieren, als dass es sich um "Dhaal Bhaat mit Bio-Schmetter-Huhn" handelt (ein Huhn wird nicht zerlegt sondern mit Haut und Knochen gehackt). Es schmeckt bei Kerzenlicht trotz der vielen Knochensplitter sehr gut!

Susanne und Martin

 

PMC Letzte Brueckenueberquerung DSCN7188 PMC Die Neue Bruecke DSCN7191 PMC Gaestezimmer DSCN7340
PMC Gaestezimmer DSCN7340 PMC Weihnachts Kaffee PMC DSCN7286 PMC Weihnachtsabendessen PMCDSCN7299

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

ZuKi wünscht Ihnen ein friedvolles, glückliches und gesundes Neues Jahr und bedankt sich auch im Namen der Kinder und Projektpartner in Nepal nochmals auf diesem Weg für Ihre großartige Unterstützung. Weiter so! 

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Kindergarten: Shreechaur November 2014

 

Ulrike und ihr Mann Martin besuchten im November die Baustelle des Kindergartens in Shreechaur.

Hier ein paar Bilder:

002  Morgenzeremonie 003  Schueler mit Lehrerin 007 Schulschluss
Morgenzeremonie in der Vorschule auf nach Hause
008 Ausschachtung 009 Ausschachtung 011 Kindergarten Personal Herbst 2014
Ausschachtarbeitenfür das neue Steinhaus Personal im November 2014

 

Sahara Mädchenhaus: Reisebericht vom November 2014

14.11.2014

Unser Besuch im Waisenhaus Sahara

Während unseres Aufenthaltes in Nepal besuchten wir wiederum das Waisenhaus Sahara. Als wir uns morgens an der Pforte bemerkbar machten, hörten wir die Mädchen schon. Sie kamen, um uns die Tür zu öffnen, und freuten sich sehr über das Wiedersehen. Zur Feier des Tages hatten sie ihre Festtagskleider angezogen und strahlten um die Wette!
Die mitgebrachten Stifte wurden verteilt und dann das neue Spielmaterial ausprobiert. Mit viel Fantasie bauten einige verschiedenste Dinge aus den Holzteilen des „Wackelturms“. Andere beschäftigten sich mit den weiteren Spielen, die wir mitgebracht hatten. Auch die Mikadostäbe, die wir voriges Jahr im Gepäck gehabt hatten, kamen wiederum zum Einsatz. Offensichtlich hatten sie häufiger damit gespielt, denn zeigten sich sehr geschickt dabei und kannten die Regeln.
Als wir die Luftballons aus unserem Rucksack hervorholten, stürzten sie sich darauf und begannen eifrig, sie aufzublasen. Während einige vor allem daran Spaß hatten, ihren Ballon aufzublasen, die Luft wieder entweichen zu lassen und dann von vorne zu beginnen, fanden die meisten ihr Vergnügen darin, den Luftballon jemandem zuzuspielen. Einige Mädchen wussten wohl noch, dass die Ballons manchmal auch schon nach kurzer Zeit platzen, und für diesen Fall hatten sie sich vorsichtshalber schon vorsorglich Ersatz gesichert und in die Hosentasche gesteckt.
Auch Deepika hatte viel Vergnügen an dem Spiel. Sie fiel uns durch ihre eleganten, tänzerischen Bewegungen und ihre Geschicklichkeit auf. Im Gespräch verriet sie dann strahlend, dass sie sehr gerne tanze! Ihr Englisch hat sich auffallend verbessert und es war ein Vergnügen, sich mit ihr zu unterhalten. Sie erschien uns auch sehr viel selbstbewusster als im vorigen Jahr, darüber freuten wir uns sehr!
Inzwischen waren auch die beiden Schülerinnen der Krankenpflegeschule des Marienkrankenhauses in Siegen eingetroffen, die mit uns reisten.
Während die Mädchen ihr Lunch bekamen, schauten wir uns im Haus um. Die Zimmer waren sehr ordentlich aufgeräumt. Allerdings fiel uns auf, dass die Tücher über den dünnen Matratzen zum Teil nicht mehr brauchbar sind, wohl aufgrund der Stoffqualität und der Waschbedingungen. Zur Zeit schlafen die Mädchen noch mit den dicken Fleecedecken, aber in Kürze werden die Winterdecken herausgeholt, weil es nachts zu kalt wird. Dafür werden neue Bezüge gebraucht. Natürlich sind die Mädchen gewachsen und so werden auch einige neue Socken, Pullover, warme Jacken und andere Wintersachen benötigt.
Nachdem die Mädchen gegessen hatten, wurden wir zum DhalBhat eingeladen. Es war sehr lecker und wir genossen unser Mahl. Anschließend unternahmen wir gemeinsam einen Ausflug auf den Berg, der hinter Sahara liegt. Am Samstag, ihrem schulfreien Tag, gehen sie öfter dorthin. Auch die Jüngeren kannten den Weg genau. Je zwei Mädchen suchten sich einen Erwachsenen, die sie anfassten, und so zogen wir auf den Berg. Nachdem wir am höchsten Punkt noch auf den Aussichtsturm hinaufgeklettert waren und die Aussicht genossen hatten, machten wir uns auf den Rückweg, der uns an einer Milchviehzuchtanlage vorbeiführte. Die Mädchen hatten viel Spaß daran, vor dem jeweiligen Erwachsenen die steilen Passagen des Abstiegs zu bewältigen!
Als wir wieder in Sahara angekommen waren, mussten die Mädchen sich noch mit ihren Hausaufgaben beschäftigen. Konzentriert und zügig arbeiteten sie daran. Wir staunten, wie rasch, sauber, sicher und fehlerfrei sie die englischen Texte aus ihrem Buch abschrieben. Dies ist sicherlich auch ein Erfolg der zusätzlichen Förderung, sie sie seit einiger Zeit nachmittags bekommen.
Ein Weilchen schauten wir noch zu, dann verabschiedeten wir uns und kehrten zurück in unser Hotel, dankbar und erfüllt von dem, was wir erleben durften: Wiedersehensfreude, ein gutes Gemeinschaftsgefühl der Mädchen untereinander, Vertrauen zu uns und auch das Gefühl der Mädchen, als eigenständige Person von uns wahrgenommen zu werden.

Elke Borchers und Gisela Bünsch

 sahara 11-2014

PMC: Personalwechsel im November 2014

20.11.2014

Die medizinische Mitarbeiterin Muna Devi Dahal hat leider das PMC zum 20. November 2014 verlassen. Sie wurde als erste Unterstützung für Peshala Tamang Anfang 2013 eingestellt und hat tatkräftig dazu beigetragen, dass das PMC zu einer großartigen Gesundheitsstation geworden ist.

Die junge Frau lebte während der Woche mit ihrem kleinen Sohn im PMC und hatte vor allem für Kinder und schwangere Frauen ein gutes Einfühlungsvermögen.

Nun ist Muna ihrem Mann nach Kathmandu gefolgt, um dort in seiner kleinen Apotheke zu arbeiten.

Wir möchten Muna, der der Abschied vom PMC und ihren liebgewordenen Mitstreiterinnen sehr schwer fiel, für ihre hervorragende Arbeit danken und wünschen ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.

Als neues Mitglied im PMC-Team hat nahtlos am 21. November Mrs. Somba Laki Sherpa ihre Arbeit aufgenommen. Namaste! Herzlich willkommen!

PMC Verabschiedung Mona Diamond 11-2014 PMC SombaLakiSherpa 11-2014
Diamond, Muna und Peshala bei der Verabschiedung Somba Laki Sherpa

PMC: Patientenstatistik November 2014

19.11.2014
neue Patientenstatistik: weiterhin mehr weibliche als männliche Patienten, mehr junge als alte. Rekord im September: > 400 Patienten in diesem Monat!

 

Statistic 2014 11 a
Statistic 2014 11 b   Statistic 2014 11 c

 

 

PMC: Laxmi Puja - Zeremonie für die Göttin Laxmi

27.10.2014
Wir bekamen eine Mail: "We did Laxmi Puja in PMC by flower’s.  From Mira, Santa and me. Yours ... Peshala"

LaxmiPuja2014 1 LaxmiPuja2014 3 LaxmiPuja2014 2

 

PMC: Das Labor ist fertig

30.9.2014
Das Labor im PMC ist eingerichtet und geht diesen Monat in Betrieb. Das Generatorhaus ist fertiggestellt und der neue Generator eingebaut.

Der Laborraum ist gefliest und mit den Geräten und Materialien bestückt, die mit Unterstützung der Deutschen Botschaft Kathmandu gekauft wurden; z.B. Zentrifuge, Wärmeofen, Kühlschrank, Mikroskop, Generator.

Ein Labor-Assistent, dessen Gehalt ZuKi mit Hilfe Ihrer Spenden übernehmen möchte, soll noch diesen Monat das Labor mit Leben erfüllen.

Labor DSCN0438 (1) L-Generator eingebaut L-water bath
gefliester Laborraum Generator Wasserbad
L-fridge L-Generatorhaus L-Lab-hot air oven
Kühlschrank Generatorhaus (Anbau am PMC) Heißluftofen
L-Lab-microscope L-Lab-centrifuge L-Lab misc(unpacked)
Mikroskop Zentrifuge Probenmaterial

 

PMC: Ärztin gesucht

28.8.2014
Im PMC betreuen 3 Frauen mehr als 250 Patienten pro Monat.
Peshala Tamang, die Leiterin hat eine Ausbildung zur Health Assistant, was einer sehr guten "Dorfkrankenschwester" entspricht. Wir suchen eine Ärztin, die unsere 3 Frauen der Gesundheitsstation (PMC) bei den Behandlungen berät und ihr Wissen an sie weitergeben möchte.
Kennen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis jemanden, der für kurze Zeit in Nepal medizinisch und auf eigene Kosten unterstützen möchte? Vielleicht im Rahmen einer Urlaubsreise? Bitte fragen Sie mal herum.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: Herrn Martin Camps / 040 39 33 49 / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Danke für Ihre Unterstützung!

 

Patientenstatistik PMC September 2014

18.09.2014: Der Aufwärtstrend setzt sich fort.

Statistik 2014-9 A

 

PMC erhält permanente Genehmigung - ein weiterer Meilenstein ist erreicht!

Shreeshaur im August 2014:

Nach nur anderthalb Jahren seit der Gründung des PMC's erhielt unsere Gesundheitsstation die permanente Genehmigung (permanent approval).

Damit ist das PMC im gesamten Bezirk Okhaldhunga die zweite Station, der jemals diese umfassende Genehmigung erteilt wurde.

Unser Wunsch nach Nachhaltigkeit des Projekts geht damit in Erfüllung.

 

Kindergartenhaus und Labor im PMC

 

Hamburg 18.8.14:

Nach dem Sponsorenlauf des Gymnasiums Einsiedel (bei Chemnitz) ist unserem Verein ZuKi eine große Spende avisiert. Eine Summe, die uns völlig überrascht hat und die wir in unseren kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten hätten.

Nach reiflichen Überlegungen im Vorstand und Diskussionen mit der Schule in Einsiedel soll im nächsten Jahr das Wellblech-Gebäude des Kindergartens beim PMC durch ein festes Gebäude ersetzt werden, welches auch dem Monsunregen und der Hitze im Sommer standhält. ZuKi freut sich, das neue Bau-Projekt zu fördern.

Peshala betreibt einen Kindergarten auf eigene Initiative und Kosten. 30 Kinder gehen dort in die Nursery (Baby Krippe) und 19 Kinder in den Lower Kindergarten (Kita). Wir werden jetzt mit der Planung beginnen und mit Peshala das weitere Vorgehen abstimmen.

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Kindergarten im Wellblechbau,im Vordergrund die Toilette (WC)

Die Vorschule beginnt.

DSCN0417 DSCN0413

 

Dem Antrag an die Deutsche Botschaft Kathmandu, das Labor im PMC zu fördern, ist stattgegeben und wir werden einen Zuschuss von 2.200.- Euro für den notwendigen Generator und das Untersuchungsmaterial bekommen. Damit können wir das Labor jetzt einrichten. 

Labor DSCN0438 (1) DSCN0430
zukünftiger Laborraum Anbau (Generatorhaus)

 

 

Nun ist ZuKi aus den Kinderschuhen heraus!

Wir freuen uns über den erfolgreichen Steuerabschluss für unsere ersten beiden Vereinsjahre 2012/2013.

Keinerlei Nachfragen durch das Finanzamt bestätigen uns in unserer transparenten und sehr sorgfältigen Arbeit mit den uns anvertrauten Geldern.

Nun haben wir einen Freistellungsbescheid erhalten, der bis zum Jahre 2018 gültig ist.

Darauf sind wir sehr stolz!

Hamburg, am 29.7.2014

 

Patientenstatistik PMC Juli 2014

28.07.14

Hier die neuen Patientenzahlen aus dem PMC

pmc statistik 2014 7 kurve pmc statistik 2014 7 alter pmc statistik 2014 7 mw

 

Vor dem Beginn der Sommerferien noch eine gute Tat!

Sponsorenlauf für ZuKi-Projekte
am Dienstag, 15.7.2014 am Gymnasium Einsiedel in Chemnitz

Im Rahmen der sozialen Woche führte das Gymnasium Einsiedel einen Sponsoren-Lauf für unsere Projekte durch.
Die Schülerinnen und Schüler liefen viele Runden entweder um den Teich neben dem Schulgelände (400m) oder um den Teich und die Schule (700m).
Martin, Holger, Marion und Susanne waren vor Ort und waren von dem gewaltigen Engagement der Schulgemeinde zutiefst beeindruckt.
001 DSC00321 DSC00380
 Runde um Runde ums Schulgelände ... Das Bild zeigt einen Zwischenstand im „Rundenzähler“ - jeder Flaschenverschluss steht für eine Runde
Es wurde ein überwältigender Betrag erlaufen. ZuKi wird sich Gedanken über die genaue Verwendung der erlaufenen Gelder machen. An dieser Stelle berichten wir weiter.  Unser direkter Projektpartner am Gymnasium ist die "IG Eine Welt".
Nun sind aber erst einmal Sommerferien in Sachsen. Wir wünschen allen an dieser wunderbaren Spendenaktion Beteiligten schöne Ferien und bedanken uns auch an dieser Stelle für diese tolle Aktion im Rahmen der Woche unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark! Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“.
 
Fotos vom Lauf können wir hier erst zeigen, wenn sie mit der Schule abgestimmt sind, daher erstmal nur der „Rundenzähler“.
 
Marion, 21.07.14

 

Patientenstatistik PMC Mai 2014

18.05.14

Im vergangenen Nepalesischen Monat gab es einen neuen Patientenrekord: 344 Patienten. Alle Achtung!

Statistik 2014-5   Statistik 2013-8 B   Statistik 2013-8 C

 

Reisebericht der Besuchsreise von Holger im April 2014

01.05.14

 

Holger besuchte im April die Projekte in Nepal. Im Folgenden ein paar Eindrücke:

 

Sahara Mädchenhaus in Dhulikhel, Besuch am 9.4.14
Die Mädchen sind alle da und freuen sich über die kleinen Geschenke: Je ein Einkaufsbeutel aus Stoff, ein Kuli, ein Schulheft und natürlich: Schokolade aus Deutschland. Wir besprechen den eventuellen Schulwechsel zu einer "english boarding school" und die Zukunft von Saru, dem mit 18 Jahren ältesten Mädchen, das nun nach dem Examen am Ende der 12. Klasse das Mädchenhaus verlassen muss.
Es gibt leckeres Essen, ich mache eine ganze Reihe Fotos und fühle mich ein bisschen wie der Papa von 10 Töchtern ;-) Auf jeden Fall bemerke ich – und es rührt mich sehr – dass die 10 Mädchen mit ganz unterschiedlichen Schicksalen langsam zu einer großen Familie zusammenwachsen. Wie toll!

Nepal2014 Fotos 363 Nepal2014 Fotos 404

Nepal2014 Fotos 407

 Bipana, Babita, Sneha und Rasila  Rasila beim Lernen  Dawa beim Lernen


PMC (Peshala Medical Center), Shreeshaur, Okhaldhunga: 11.4. bis 16.4.
Nach anstrengender Jeepfahrt durch das Tal des Sun Koshi Flusses bis Okhaldhunga und dann weiter bis Rampur erreiche ich Mekh’s Haus und kann dort übernachten. Am nächsten Morgen (11.4.14) beginnt der Anstieg nach Sheeshaur zum PMC. Bei ziemlich starker Hitze fallen mir die 4 Stunden bergauf nicht leicht.
Doch irgendwann bin ich dann doch oben. Das übliche herzliche Begrüßungskommitee ist bereits anwesend. Wir freuen uns alle, dass wir uns wieder sehen. Nach einer Pause und einem Nescafe geht es mir schon wieder besser und die Nachwehen der Anstrengung verlassen meinen Körper.
Später gibt es Essen, ich bespreche mit Peshala, was wir zu tun haben, freue mich, dass der neue Internetsurfstick perfekt funktioniert, nun sogar „in house“. Ich mache ein paar Fotos und bemerke mit Erstaunen, wie der Bau des vorläufigen Kindergartengebäudes rasch voran geht. Auch der Anbau für den Generatorraum ist fast fertig. Kein Wunder: alle helfen mit, sogar die jungen Mädchen. Sie schleppen z.B. Steine. Da konnte ich nicht stillhalten und habe es auch einmal versucht. Später am Abend gibt es die mitgebrachten Geschenke, ich zeige ein paar Fotos und nach dem Abendessen falle ich todmüde ins Bett.

Rundgang am 12.4.14 im PMC:
Ich betrete eine Baustelle. Trotz laufendem Betrieb und vielen Patienten (Peshala sagt, in diesem Monat wird die 300 Patienten/Monat-Marke überschritten.) wird wieder viel gebaut. Am Haus ist es der Generatorraum. Die heutige kleine Solaranlage würde es nicht schaffen, z.B. einen Kühlschrank für eine zukünftige Laborerweiterung zu betreiben. Die Laborerweiterung  selbst wird notwendig, damit das PMC einen permanenten Status bekommen kann. Die Regierung erfordert zum Notfallservice, Apothekenservice, Geburtshilfe und allgemeinärztlichen Grundbehandlung noch einen weiteren Service dazu, um die permanente Genehmigung zu erteilen.

Das Gelände ist ebenfalls geändert worden und wird neu „eingerichtet“. Platz ist geschaffen worden, für einen zukünftigen Kindergarten und auch später mal für Peshalas Wohnhaus. Aber bis dahin wird es wohl noch eine Weile dauern. Interessant ist der Aspekt „Kindergarten“. Aus dem Dorf gibt es den dringenden Wunsch, einen Kindergarten zu bauen, stellt sich doch die vorschulische Bildung als Notwendigkeit in Nepal immer mehr heraus. Die Grundschulen der Regierung sind nicht immer von ausreichender Qualität und die Eltern freuen sich um jede Möglichkeit, für ihre Kinder Ausbildung zu bekommen. Interessanterweise wurde die Anfrage nach dem Bau eines Kindergartens an Peshala gestellt. Wahrscheinlich weil die Leute ihr nach dem Erfolg der Gesundheitsstation auch dies zutrauen. Peshala und ihr Onkel sowie der Vater von Danesh (Peshalas Freund) haben dafür investiert. Ich sehe heute einen Rahmen aus Holz für eine erste temporäre Lösung in Eigenleistung und ohne unsere finazielle Hilfe. Da alle mithelfen, ist das am Abend fertig und bereits halb mit Blech verkleidet. In 2 Wochen soll das erste Gebäude fertig sein. Auch eine Toilette ist bereits vorhanden. Später soll es ein Steingebäude geben. Dann (in ca. 2 Jahren) hofft Peshala auf die Hilfe aus Deutschland.

Immer, wenn Peshala mal etwas Zeit hat zwischen den Behandlungen von eintreffenden Patienten und Koordinationsarbeiten, gehen wir die Fragen durch, die ich im Auftrag vom ZuKi-Verein mit ihr besprechen soll. Es gibt Einiges zu bereden, sowohl wegen der Laborerweiterung, dem Plan fürs Gelände, der Gehaltsstruktur im PMC, dem Müllverbrennungsplatz und vieles mehr. Natürlich mache ich wieder viele Fotos und helfe auch ein bisschen bei den Arbeiten. Muna kocht wieder leckeres Essen und ich bekomme immer so viel auf den Teller, dass ich es fast nie aufessen kann. Muna und Lila Maya sind eine große Hilfe und Peshala ist sehr froh, dass diese beiden Frauen hier arbeiten. Da im Moment Schulferien sind, sind auch alle jungen Leute da. Die jungen Mädchen betreuen die Kinder und packen bei allen Arbeiten mit an. Ich bin überhaupt sehr erfreut, so ziemlich alle Familienangehörigen hier mit helfen zu sehen.

Heute ist der letzte Tag des nepalesischen Jahres 2070. Ich habe wieder einmal das Glück, an einem besonderen Tag im PMC zu sein. Ich weiß nicht, was die Nepalesen so am „Silvester“ machen, aber durch Knaller und Silvesterraketen wird die Ruhe hier nicht gestört. Und richtig: Der Tag geht ruhig zu Ende ohne den riesigen Wahnsinn, den wir kennen.

Nepal2014 Fotos 601 Nepal2014 Fotos 712 Nepal2014 Fotos 716


13.4.14 im PMC (Peshala Medical Center):
Im Wesentlichen haben wir viel gearbeitet ;-) Ich kann einfach nicht zusehen, wenn die ganze Familie unermüdlich am Arbeiten ist. Ich habe die Müllverbrennungsfeuerstelle ein wenig umkonstruiert, mit Hilfe von Muna und Lila den Kompost angelegt und für die Trennung und Lagerung der verschiedenen Müllarten Voraussetzungen geschaffen.

Am Interessantesten ist es für mich, zuzusehen, wie mit einfachsten Mitteln der Wellblechbau für den Kindergarten  bzw. der Kantinenanbau von Peshalas Onkel entsteht.

 

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Kindergartenhaus im Bau Müllverbrennungs"anlage"


14.4.14 im PMC (Peshala Medical Center):
Der Jahreswechsel war für mich nicht ganz so toll, habe ich in der Nacht doch Brechen müssen und Durchfall gehabt. Es ist das erste Mal, dass mich das in Nepal erwischt. Aber nach heutigem Fasten und Schwarztee und Tato Pani (heißem, abgekochten Wasser) geht es mir schon wieder ganz gut. Heute ist Feiertag: Nepalesisches Neujahr. Trotzdem wird draußen gearbeitet. Und Patienten kommen sowieso. Im vergangenen (nepalesischen) Monat haben sich 344 Patienten zur Behandlung hier eingefunden. Das ist neuer Rekord!

15.4.14 Abreise vom PMC (Peshala Medical Center) über Rampur nach Okhaldhunga:
Am Morgen gegen 8:00 verlassen wir das PMC. Ein Junge aus der großen Verwandtschaft von Peshala begleitet mich und trägt den großen Rucksack. Der ist fast leichter als mein Tagesrucksack mit dem Laptop und dem anderen Kram. Da es mir aber am Vortag nicht so gut ging, ist es mir lieber, dass ich noch etwas Hilfe habe. Der permanente Abstieg geht mir ohnehin in die Beine und dummerweise ist es gerade heute wieder total heiß. Dinas Freunde tauften den Berg „Namaste-Mountain“. Der Grund ist der steile Hang auf fast allen Seiten. (Beim „Namaste“-Gruß legt man die Handflächen aneinander, so dass die Außenseiten der Hände ein spitzes Dreieck ergeben.) Um 10:45 Uhr erreichen wir Mekh's Haus in Rampur. Per Jeep geht es weiter bis Okhaldhunga. Dort übernachten wir. Am nächsten Tag fahre ich wieder mit dem Jeep (vollbesetzt mit bis zu 15 Personen inkl. der Kinder) zurück nach Kathmandu.

Sahara Mädchenhaus
Am Freitag, dem 18.4.14 war am Nachmittag ein wichtiges Meeting mit den Menschen vom „Freundeskreis Nepalhilfe“ in Kathmandu. Sie machten uns deutlich, wie wichtig aber auch langwierig die Vorbereitungsarbeiten sind, um junge Menschen ohne familiären Hintergrund (Waisen und Halbwaisen) auf eine Selbständigkeit vorzubereiten. In unserem Projekt „Sahara“ wird das noch eine spannende Aufgabe, zumal wir für Saru, die bereits 18 Jahre alt ist, ganz dringend etwas finden müssen. Klasse, dass Saru zum Meeting nach Kathmandu kam, obwohl sie verständlicherweise ein wenig Angst davor hatte. Jedenfalls sehe ich das als Schritt in die richtige Richtung. Wir sind uns im Verein einig, sie weiter zu unterstützen, so lange sie selbst die richtigen Schritte unternimmt. Wünschen wir ihr für ihr Examen in der Klasse 12 erst einmal Alles Gute!

29.4.14: Nach einem weiteren Besuch in Dhulikhel und einem langen Gespräch mit Saru, wird es Folgendermaßen weitergehen: Nach Abschluss der letzten Prüfung am 13.5. muss sie das Mädchenhaus „Sahara“ nun endgültig verlassen. Inzwischen ist sie auf Wohnungssuche in Dhulikhel und Dina Nath wird ihr demnächst helfen, eine praktische Ausbildungsstelle zu finden. Mit dieser  Ausbildung wird sie die Zeit überbrücken, bis die Prüfungsresultate vorliegen. Das kann bis zu 5 Monate dauern. Ist alles ok, kann sie dann auf ein College gehen, was sicher nochmals eine Pause erzeugt bis zum Beginn des nächsten Semesters. Somit ist es sehr sinnvoll, diese Zeit effektiv zu nutzen, insbesondere auch etwas zu lernen, womit sie später etwas Geld verdienen kann. Im Moment wird sie weiter von uns unterstützt, denn sie hat ja keinerlei Familie. Da sie das Haus verlassen muss, ist inzwischen ein neues Mädchen aufgenommen worden: Swata Shrestha, 10 Jahre alt (Bildmitte).

 Nepal2014 Fotos 1349

 

 

Ein kleiner Gruß aus Deutschland nach Nepal

02.04.14

 

Seit Jahren unterstützt uns die IG "Eine Welt" der Gymnasien Thum und Einsiedel in Sachsen mit einer Vielzahl von Aktionen. Hilfe von Kindern für Kinder! Großartig! Dafür ein ganz herzliches DANKESCHÖN. Wir werden die Grüße und Wünsche der Schülerinnen und Schüler aus Deutschland mit nach Nepal nehmen.

 

DSCN2830 DSCN2848 DSCN2839
Mitglieder der IG "Eine Welt" bei der Präsentation ihrer Arbeit in der Landeshauptstadt Dresden. Mitglieder der IG "Eine Welt" vom Humanistischen Greifensteingymnasium Thum, Sachsen. Mitglieder der IG "Eine Welt" vom Gymnasium Einsiedel, Chemnitz Sachsen.

 

Neue Fotos aus dem Mädchenhaus - Stand März 2014

21.04.14

Namaste1 DSCN6403a Gemeinschaft 6484 Ohne Schuhe 6487
Die 10 Mädchen und die Betreuerin Menuka Die Gemeinschaft wächst zusammen. Die Schuhe bleiben draußen.
Memory1 6464 Memory2 6470 Memory3 6472
Neue Spielsachen aus Deutschland. Memory Es gewinnen immer die Jüngsten, auch in Nepal!
Kueche Sahara 6383 leichte und schwere Decke 6387 Neue Tische Sahara 6381
Menukas "Reich" - die Küche. Jedes Mädchen hat nun eine dünne und eine dicke Decke. Die neuen Tische zum Essen und Hausaufgabenmachen.

 

Neues vom PMC - Stand März 2014

19.03.14

pmc statistik 2014 3 kurve pmc statistik 2014 3 mw pmc statistik 2014 3 alter
Die Anzahl der Patienten pro Monat pegelt sich auf über 200 ein ...  ... es sind mehr weibliche Patienten ...  .. und mehr Jugendliche als Erwachsene.
Behandlungs-Geburtsraum 6217 Kleine Patientin2 6145 Commitee meeting 03 14 6189
Behandlungs- und Geburtsraum mit abwischbarem Fußboden  Behandlung  Besprechung des Komitees
Kleine Patientin1 6113 Blutdruck Kind Erwachsener 6219 Schleimabsauggeraet 6327
Lila Maya hilft einer kleinen Patientin. Blutdruckmessgerät (links für Kinder, rechts für Erwachsene) Schleimabsaugegerät
Kleine Patientin3 6154 Wassertank mit Schwimmer 6266 Spielecke DSCN6247
Noch eine kleine Patientin, der es sichtlich wieder gut geht. Muna und Peshala am Wassertank auf dem Dach. Jetzt hat der Tank einen Schwimmer. Spielecke für wartende Kinder

Viele der Bilder zeigen Ausrüstungsgegenstände und Materialien, die wir durch Ihre fleißigen Spenden, z.B. über die Kleinprojekteliste kaufen konnten. Im Namen der Patienten und Angestellten vom PMC und in unserem Namen herzlichen Dank dafür.

 

Reisebericht Martin & Susanne Frühjahr 2014 - Teil 2

Hamburg, 15.03.14    16:00 Uhr


Wetterbericht:
Morgens + abends     ca. 8 °C
Tagsüber regnerisch/windig     ca. 13 °C


Namaste!    Hallo Ihr Lieben,

seit gestern Mittag sind wir wieder in unserem *******-Domizil mit vielen faszinierenden Eindrücken aus unserer 2. Heimat oder dem "Land der fliegenden Reiskörner".

Wie ging es weiter nach unserem 1. Bericht? Nun, nach sieben wunderbaren Tagen im PMC mussten wir uns am 8. März (Sonntag) schweren Herzens von Muna, Diamond, Lila und Peshala's Familie verabschieden mit dem Versprechen wieder zu kommen. Die Zeit dort war wie immer  viel zu kurz!

Bei strahlendem Sonnenschein begannen wir den etwa 8-stündigen Fußmarsch nach Gorakhari. Womit wir überhaupt nicht rechneten: Nach etwa 2 Stunden konnten wir ca. 30 Minuten lang beste "Mountain View" genießen. Allerdings lagen wir mit unseren Vermutungen, welche Bergriesen dort vor uns lagen, völlig daneben, wie sich einen Tag später in Dhulikhel herausstellte.
Namaste1 DSCN6361Nach diesem tollen Ausblick auf die Berge bewältigten wir den Abhang, der im letzten Oktober unglaublich glatt und glitschig war, sehr zügig in gut 1,5 Stunden. Für die dennoch zittrigen Beine gab's danach Namaste1 DSCN6368zur Belohnung extrem leckeren Honigkuchen mit Ginger, den martin noch in Hamburg besorgt hatte. Peshala und auch der Porter fanden diesen Pausensnack weit besser als die ewige "Einheits-Noodlesoup". Gut gestärkt erreicht wir dann am Nachmittag Gorakhari.

Statt noch einen Tag weiter bis nach Sanghutar zu laufen, beschlossen wir am folgenden Tag (Montag, 09.03.14) mit dem Früh-Bus von Gorakhari nach Manthali zu fahren. Nach 4,5 Stunden Busfahrt über "Stock und Stein" bzw. Piste mit extrem viel "Nepali-Powder" (= sehr feiner Staub) trafen wir in Manthali endlich auf die einigermaßen gut asphaltierte Straße nach Tamakosi-Bridge. Dort erwartete uns der nette und zuverlässige Taxi-Fahrer vom letzten Oktober, um uns zügig und sicher bis nach Dhulikhel zu chauffieren. Dieser Luxus musste einfach sein!


In Dhulikhel machten wir abends noch einen Überraschungsbesuch beim Sahara Mädchenhaus.
Dort waren die uns bekannten vier Mädchen damit beschäftigt, auf den Boden des Grundstücks vor dem Haus braune Tonerde zu "schmieren", was in Nepal als schön empfunden wird. Sie fanden es zwar etwas peinlich, dass wir sie so mit lehmverschmierten Händen antrafen, aber dann gab's viel Gelächter darüber und wir wurden mit großem Hallo sehr freudig begrüßt.

Diese extrem lockere Situation bewirkte, dass die übrigen sechs, z.T. deutlich jüngeren und uns noch unbekannten "Girlies" ihre natürliche Scheu gegenüber Fremden und dann noch Ausländern rasch ablegten. Sie beobachteten ja, dass die vier anderen ganz offen und unverkrampft mit uns sprachen, so dass nach kurzer Zeit alle und herzlich lachten.

Namaste1 DSCN6379  Namaste1 DSCN6403a  Namaste1 DSCN6444 

Am nächsten Tag hatten wir alle besonderes Glück: In Dhulikhel fand das Maskenfestival zu Ehren Shivas statt.
Wir hatten Glück, weil wir Augenzeugen dieses für Dhulikhel typischen Hindu-Festes wurden und die damit verbundene Gaudi aus nächster Nähe erleben konnten. Die Mädchen hatten Glück, denn es war mal wieder schulfrei angesagt und in Dhulikhel war endlich richtig mal was los!

Namaste1 DSCN6471Nachmittags trafen wir uns erneut im Sahara Mädchenhaus, um gemeinsam das unbekannte Spiel "Memory" zu spielen. Nach mehreren Runden mit viel Gelächter über das Verhalten der Einzelnen und auch über die z.T. bekannten Motive (Betten der Mädchen, die Küche des Hauses, der Wassertank aus der Nachbarschaft) hatten alle die Spielregeln begriffen. Es bestätigte sich auch hier mal wieder, dass die Jüngsten in diesem Spiel einfach unschlagbar sind.

Abends hieß es wieder Abschied nehmen von dieser allmählich zu einer Familie zusammenwachsenden Gruppe, denn am nächsten Morgen sollte es für uns wNamaste1 DSCN6517eiter nach Kathmandu gehen.
Hier gab es noch ein langes, ausgesprochen konstruktives Gespräch mit unserem Ansprechpartner für das Sahara Mädchenhaus.

Abschließend gönnten wir uns endlich mal wieder ein wenig Sightseeing auf der Swayambhunath, einem sehr schönen Heiligtum der Hindus und Bhuddisten sowie dem Durbar Square, dem historischen Zentrum Kathmandus mit Königspalast und diversen Tempeln.

Ein Nachtflug über Abu Dhabi brachte uns dann zurück nach Hamburg.

So, das war's für diese Saison an Reiseberichten von uns, aus und über Nepal. Aber die nächsten kommen bestimmt!

Ciao
Susanne + martin

 

 

Reisebericht Martin & Susanne Frühjahr 2014 - Teil 1

Shreechaur, 06.03.14    18:00 Uhr

 

Wetterbericht:
Morgens + abends     ca. 6 °C
Tagsüber sonnig + windig    ca. 13 °C


Namaste2 DSCN6110Namaste!    Hallo Ihr Lieben,
momentan sitzen wir in Peshalas Küche und um uns herum wird das Abendessen von der sehr gut kochenden Muna und extrem emsigen Lila vorbereitet. Peshala und martin "palavern" und der dreijährige Diamond, Muna's Sohn, spielt auf dem Küchenboden. Wenige Minuten zuvor ist hier der mit Reis gefüllte Drucktopf mit lautem Zischen und Getöse förmlich "in die Luft gegangen", da dessen Sicherheitsventil den Dienst aufgab. Zum Glück ist nichts weiter passiert als dass Muna einen gehörigen Schrecken bekam und sie sowie Diamond kurzfristig wie Schneemänner aussahen. Zudem klebte der Reis auch überall an den Wänden und auf dem Boden, einige Reiskörner trafen auch mein Notebook. Mittlerweile hat martin auch schon Ursachenforschung betrieben. Immerhin ist der übrige Reis, bis auf die fehlenden Körner, soweit o.k. und alle können über diese außerplanmäßige "Showeinlage" beim Zubereiten den abendlichen Dhal Bhats schon wieder herzlich lachen.

Seit unserer Ankunft in Nepal am letzten Donnerstag (27.02.14) hat sich einiges getan. Der Flug mit Air Berlin und dem entsprechendem "Charme" einer deutschen Crew nach Abu Dhabi war so lala, von Abu Dhabi nach Kathmandu mit Ethihad und internationaler Crew in jeder Hinsicht um Klassen besser. Am Flughafen in Kathmandu wurden wir dann sehr freudig von Peshala und Danesh empfangen, die anschließend das Problem einer Taxifahrt zum Hotel lösen mussten, denn "Shiva Raati" (die Nacht des Gottes Shiva), ein sehr wichtiger religiöser Feiertag, war angesagt. Es gab fast keine Taxen am Flughafen, die uns zum Hotel bringen wollten, da der Haupttempel für die Feierlichkeiten (Pashupatinath) direkt an der Zufahrtsstraße Airport - Stadtzentrum liegt. Und diese Straße war komplett gesperrt. Aus diesem Grund mussten Peshala und Danesh auch 2 Stunden lang zum Flughafen laufen, um uns abholen zu können. Aber Danesh zeigte großes Verhandlungsgeschick und kurze Zeit später wurden wir über Umwege zum uns wohlvertrauten "Tibet Guesthouse" chauffiert. Nach Begrüßungstee, Abendessen und einem guten Everest Bier ging es dann nur noch ab ins Bett. Wir waren "fix und foxi".

Einigermaßen gut ausgeschlafen und mit Frucht-Joghurt sowie Cheese-Omelett im Magen machten wir uns gemeinsam mit Peshala am nächsten Tag (28.02.14) auf zur Deutschen Botschaft. Der Empfang dort war ausgesprochen freundlich und man zeigte sehr "offene Ohren" für das neu einzurichtende Labor im PMC. Die Chancen auf eine finanzielle Beteiligung seitens der Deut-schen Botschaft stehen ziemlich gut, sofern Minister Steinmeier diesem deutschen Außenposten weiteres Geld zuweisen wird, was etwa im Juni passieren soll. So haben wir mit dem Auftrag, den Antrag auf Förderung des PMC's zu aktualisieren und der guten Aussicht auf diese Förderung nach etwa 1 Stunde das "deutsche Hoheitsgebiet" in Kathmandu frohen Mutes verlassen. Das nächste Abenteuer war das Kaufen eines festen, hohen Gestells für den Wassertank auf dem Dach des PMC's. Dank sehr guter Vorarbeit durch Danesh, Peshala's Freund, war dieses Vorhaben ein Kinderspiel. Eine praktische Einweisung zum Aufbau gab's gratis dazu. (Wegen seines Gewichts und Sperrigkeit konnte das Gestell nicht mit uns im Jeep "auf Reisen gehen", denn Raufschleppen zum PMC mit "Manpower" ist selbst für hartgesottene Nepalesen zu viel.)

Nach dieser Aktion wurde es höchste Zeit, noch Dinge des täglichen Lebens für die am nächsten Tag anstehende Jeeptour gen PMC einzukaufen und das Schalsortiment bei Monica zu sichten. Mit prall gefüllten Tüten kehrten wir am frühen Abend zurück ins Tibet Guesthouse, um dort mit Peshala, Danesh und Bipana gemeinsam zu dinieren. Bipana ist mit ihrer Ausbildung zur Health-Assistant in Kathmandu total glücklich. Wie Bipana nunmal so ist, während des Dinners legte sie uns auch ihre akribisch geführten Bücher hinsichtlich ihrer Ausgaben vor. Unglaublich!!!

Um 4:00 Uhr des folgenden Tages (Samstag, 01.03.14) holte uns der mit Medikamenten und Kleingeräten fürs Labor bepackte Jeep vom Hotel ab, um uns 14 Stunden später sicher vor dem Haus von Peshala's Bruder Mekh abzusetzen. Diesmal war die Tour ziemlich unspektakulär: Keine Panne, kein Jeepwechsel, keine Brückenüberquerung samt Gepäck per Pedes. Dafür Massen an Straßenbauarbeitern, die dafür sorgen, dass die etwa 150 km lange Piste immer ebenmäßiger wird. Besonders der Abschnitt nach Überquerung des Sun Kosi (Flusses) von Gurmi bis Okhaldhunga ist wesentlich besser geworden!!! Wir waren freudig überrascht und erleichtert, weil dieser Streckenabschnitt nun deutlich angenehmer zu befahren ist, obwohl noch nicht geteert, dafür aber zum überwiegenden Teil perfekt planiert.

Namaste2 DSCN6106 crNach einem guten Dal Bhat von Peshala's Schwägerin "ging's ab in die Federn" bzw. unsere Daunenschlafsäcke. Dort habe ich mir höchstwahrscheinlich mal wieder einen Floh eingefangen, der mich innerhalb von 2 Tagen mit 14 !!! Stichen "beglückte". Und martin hat mal wieder keinen einzigen. Obwohl ich das ziemlich unfair finde, verspreche ich, dieses kleine "Mistvieh" nicht als Präsent für euch mit nach Hamburg zu bringen! Ehrenwort!!!

Den Fußmarsch zum PMC starteten wir am Sonntagmorgen (02.03.14) gegen 8:00 Uhr bei leicht bedecktem Himmel, der allmählich immer blauer wurde. Nach nur 3,5 Stunden reiner Geh-zeit erreichten wir um 12:30 Uhr das PMC und wurden dort von Peshala's Onkel, Cousinen, Mu-na und Lila sowie einigen Kleinkindern mit Kränzen aus Rhododendronblüten herzlich empfangen.
Rhododendron ist übrigens momentan das einzige, abgesehen von einigen Obstbäumen, was anfängt zu blühen. Alle anderen Gewächse müssen tatsächlich erst noch aus dem Winterschlaf erwachen. Deshalb erschien uns das PMC im ersten Moment Namaste2 DSCN6128auch so "nackt", denn wir hatten vom letzten Oktober noch die üppig blühenden Tagetes, Dahlien und andere Blumen rund ums Gebäude in Erinnerung. Nun war dort, wo diese Pflanzen standen, nur braune, platt geregnete Erde zu sehen. Mittlerweile sind diese Beete frühjahrsfertig: Die Erde ist aufgelockert, so dass bald Samen und Pflanzen ins Erdreich können und der für mich ökologischste Zaun aus abgelagertem und frischem, grünen Bambus schützt diese Beete gegen unachtsame Besucher des PMC.

Bei unserer anschließenden ENamaste2 DSCN6265rkundungstour durchs Gebäude fielen uns gravierende, aber notwendige räumliche Veränderungen auf, die Peshala auch im Hinblick auf das neu einzurichtende Labor vornahm:
Der Geburtsraum befindet sich jetzt in einem größeren, offenbar zuvor kaum genutzten Raum mit direktem Zugang zur Toilette. Hier erfolgen nun alle gynäkologischen Untersuchungen und sonstigen kleineren Eingriffe. Die Apotheke und das ehemalige, sehr kleine Geburtszimmer sind nun zusammengelegt. Da sich hier ein Waschbecken befindet, soll dieser Raum in Kürze zum Labor umgestaltet werden. Dafür wird die Apotheke in den "alten" Warteraum umziehen müssen, da der Warteraum von den Patienten nicht angenommen wird. Diese ziehen es vor, draußen auf der Veranda wind- und regengeschützt auf ihre Untersuchung durch Peshala, Muna oder Lila zu warten. Der "Neuzugang" Lila ist übrigens eine hervorragende Unterstützung für Peshala; sie ist flott, sieht die Arbeit sofort und hat eine sehr gute Auffassungsgabe! Zudem fühlt sich diese junge Frau ausgesprochen wohl im PMC.

Bei strahlendem Sonnenschein, aber leider sehr frischem Wind hat martin noch ein Verbesserung am Kaltwassertank installiert: Einen Schwimmer, der zuverlässig für einen immer gut gefüllten Wassertank sorgt. Warmes, fließendes Wasser gibt es jedoch immer noch nicht. Wir hoffen aber, dass dieses in einigen Wochen fließen könnte, wenn weitere Installationen vorgenommen wurden.

Nun bleiben uns noch 2 Tage hier im PMC, dann geht es wieder per Pedes zur Busstation, wofür wir 1,5 Tage benötigen. Wir hoffen, dass die Sonne weiter vom blauen Himmel strahlt und der Wind allmählich etwas wärmer wird.

Ciao
Susanne + martin

 

Besuchsreisen der Projekte im Frühjahr 2014

22.02.14

Martin und Susanne werden im Februar, Holger im April wieder nach Nepal fahren. Im Gepäck haben wir Pläne zur weiteren Arbeit in allen drei Projekten: "PMC", "Sahara Children's House" und "Ausbildung Bipana". Es gibt viele Dinge zu besprechen. Aber insbesondere freuen wir uns auch darauf, in Nepal berichten zu können, wie unsere Unterstützer in Deutschland mit uns zusammenarbeiten, um die Projekte erfolgreich zu gestalten.

 

Bipana in medizinischer Ausbildung: Die Ergebnisse des Examens sind bekannt gegeben

16.02.14

Wie wir bereits wussten: Bipana hat fleißig gelernt und sogar auf einen Besuch zu Hause verzichtet. Das Lernen hat sich gelohnt! Sie hat in den Examen ausgezeichnet abgeschlossen und ist Klassenbeste geworden. Im Folgenden ein Auszug aus ihrer Mail.

Von: Bipana Tamang [mailto: xxxxxx]
Gesendet: Sonntag, 16. Februar 2014 13:48
An: scamps
Betreff: My last exams marks

Respected Susanne+Martin

Namaste!!!

Everything is fit and fine here. And how about you?

The marks of the left subjects are

Physics=14 out of 16

Social=9 out of 10

Anatomy =21.5 out of 25

English =8.5 out of 10

Math =20 out of 20

In my class the highest mark is mine. All my class mate have less than mine.

All the lessons are very interesting for me . it is because all are new for me like the college and the others lessons.

...

Yours truly

Bipana

Sahara Mädchenhaus: Status der Patenschaften Februar 2014

15.02.14

Es geht voran mit den Patenschaften für unsere Mädchen!

4 von 10 vollständige Patenschaften sind bereits vergeben. Ganz herzlichen Dank den Patenmuttis und -vatis für die Unterstützung.
Weitere 6 Mädchen warten noch auf Übernahme der Patenschaften. Inzwischen werden alle laufenden Kosten vom Verein aufgebracht.

PMC: Die Planung für die Einrichtung des Labors schreitet voran

15.02.14

Wir haben beschlossen, das PMC um ein kleines Labor zu erweitern. Damit ist die Erkennung von Krankheiten und deren Behandlung noch besser möglich. Aber es gibt auch noch einen weitere Grund: Das Labor ist notwendig, um das PMC permanent zu einer Gesundheitsstation zu machen, da der nepalesische Staat dies fordert. Ohne Labor hat das PMC nur eine 3 jährige temporäre Genehmigung, die immer wieder erneuert werden muss. Im Moment läuft die Planung der Einrichtung und der finanziellen Absicherung. Wir werden an dieser Stelle weiter berichten.

Sahara Mädchenhaus: Lizenz für ein Jahr erneuert

20.01.14

Wir freuen uns darüber, dass die offizielle Lizenz für das "Sahara Children's Home" vom "District Administration Office" verlängert wurde. Der Dank aus Nepal für die Hilfe aus Deutschland geht an alle unsere Unterstützer.

Ein Weihnachtsgruß aus Nepal

4.1.14

Die Mädchen aus dem Sahara Mädchenhaus haben uns einen kleinen Weihnachtsgruß gesendet. Vielen Dank. Gerne geben wir die Grüße an alle Spender und Patenschaftsträger weiter.

Weihnachtsgruss 2013 a

vom PMC - Stand Dezember 2013

29.12.13

Beachtlich! In den letzten 12 Monaten hat Peshala 2035 Patienten verzeichnet. Hier die aktuelle Statistik:

Statistic-1-12-2013
Statistic-2-12-2013 Statistic-3-12-2013


















































Sahara Mädchenhaus: Besuch unserer Vorstandsmitglieder Gisela und Elke im November 2013

Im Mädchenhaus Sahara wurden wir sehr herzlich empfangen. Die Mädchen standen schon startbereit für ihren Schultag vor der Tür. Während sie sich nun auf den Weg zu ihren Schulen machten, besichtigten wir zunächst das Haus, das einen gepflegten Eindruck macht. Im Garten wächst allerlei Gemüse, das den Speiseplan bereichert. Eine Kostprobe sollten wir später bekommen. Von der Dachterrasse genossen wir den Blick über Dhulikel.

Nach einer Tasse Tee probierten wir mit Menuka und Saru die beiden Gesellschaftsspiele aus, die wir mitgebracht hatten (Mau-Mau und Mikado).

Beide hatten viel Spaß daran!

Auf einem Spaziergang zeigten Menuka und Saru uns die nähere Umgebung. Der Wald wird manchmal auch zum Picknicken aufgesucht. Zum Aussichtsturm führt eine ziemlich neue gute Treppe hinauf. Von dort kann man weit schauen und die wunderbare Bergkulisse bestaunen.

Nachmittags kamen die Mädchen von ihren Schulen zurück und nach einer kleinen Pause verteilten wir Buntstifte. Staunend, fast ungläubig, nahmen die Mädchen sie entgegen! Anschließend begannen wir die mitgebrachten Spiel- und Sportgeräte auszupacken. Die Freude über Luftballons, Frisbeescheiben, Springseile und viele verschiedene Bälle war groß! Verschiedene Spielvarianten, zu zweit, zu dritt, in großer Runde wurden ausprobiert. Einige Mädchen zeigten sich sehr geschickt, andere hatten offensichtlich kaum Erfahrung im Umgang damit. Schnell waren Fortschritte zu erkennen. Es war eine Freude zu erleben, wie viel Spaß die Mädchen an den Spielgeräten hatten, sie strahlten um die Wette. Dann und wann landete ein Teil jenseits der Mauer, aber flink hatte eines der Mädchen es wiedergeholt.

Menuka hatte inzwischen mit den großen Mädchen ein sehr leckeres Abendessen zubereitet, zu dem wir eingeladen wurden.

Wir hatten die Mädchen ins Herz geschlossen, der Abschied von ihnen fiel uns schwer. Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch!

Gisela Bünsch und Elke Borchers

003 Auf in die Schule

005 Hausaufgaben - Die Tische fehlen noch

002 die kleine Familie

Fertig angezogen für die Schule.

Hausaufgaben (Die Tische fehlen noch.) Die Mädchen wollen eine kleine Familie werden.
007 Ernte aus dem eigenen Garten  013 Snea 011 Freizeit - Babita 012 Freizeit - Jenisha und Bipana
 Ernte aus dem eigenen Garten Freizeit! Die Springseile und Bälle werden ausprobiert.































 

 

Sahara Mädchenhaus: Das Haus ist nun vollständig besetzt: Mädchen Nr. 10 ist da!

Herzlich Willkommen Shneha Adhikari (8) im Mädchenhaus. Hoffen wir, du kannst dich schnell einleben und gute Freundinnen finden. Alles Gute.

ShnehaAdhikari
 

Sahara Mädchenhaus: Immer Licht dank Backup-System + zweiter Kaltwasserbehälter

2.11.2013: I went to Sahara and installed 1 extra tank (2000litres), 1 Battery for backup and light bulbs that consume less electricity. There were technicians who fitted the equipment's. It was a long day of work but we managed to install it efficiently and now in use already. Udaya

P1010446  P1010461 P1010445 P1010432
 P1010509
 
^^ Installation der
Energiesparlampen
 
<<   Batterie und Lader/
Konverter, um bei Strom-
ausfall trotzdem Licht zu
haben
 
der zweite Kaltwassertank
mit Anschluss an die
bisherige Versorgung  >>
 P1010472  P1010493




























 

 

Neues Baby im PMC geboren.

Am 31.10.2013 erblickte das inzwischen dritte Baby das Licht der Welt. Wünschen wir der Mama und dem Sohn Alles Gute für den weiteren Lebensweg. Dank der Spenden konnte ein Gasheizer beschafft werden. So müssen Mama und Baby nicht frieren, denn oben in 2100m Höhe ist es um diese Jahreszeit schon ziemlich kalt in der Nacht.

BabyNo2PMC

 

Neue Ausrüstung für Sahara Mädchenhaus

Im Oktober lieferte die nepalesische NGO einen neuen Gaskocher und mehrere Feuerlöscher ans Mädchenhaus. Hoffen wir, dass ersterer leckeres Essen für die Mädchen kocht und letztere niemals zum Einsatz kommen müssen.

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zu Besuch in Nepal im Oktober 2013

Mitglieder vom Verein besuchen die Projekte in Nepal und bringen viele neue Informationen mit nach Deutschland. Die Nepalesen lernen damit auch weitere Unterstützer aus Deutschland kennen, die Kontakte werden enger. Alle Begegnungen sind sehr herzlich und wir haben durch die Besuche ebenfalls die Chance, die Sorgen und Nöte, aber auch die Lebensfreude viel direkter erleben zu können als über die sicherlich wichtigen und richtigen Kontakte über Email. Vielen Dank an alle Menschen vom "Sahara Children's Home", vom "Peshala Medical Center" und der "Sunrise Academy" für die schönen Tage in Nepal.

Da nimmt man gerne mal eine Jeep- oder Bustour auf abenteuerlichen Straßen in Kauf!

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Deepika, Saru und Sony vom Mädchenhaus  Begrüßungstee auf dem Dach vom Mädchenhaus  PMC mit vielen Blumen davor
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 Peshala behandelt ein Mädchen  Uma und Peshala bei der Arbeit  Herzliche Verabschiedung im PMC
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Begrüßung in der Sunrise Academy Lehrer der Sunrise Academy Bipana Pakhrin und ihre Mutter














































 

 

 


 

Tolle Aktion - Klasse12 vom Humanistischen Greifensteingymnasium Thum (HGGT) in Sachsen startet Spendenaufruf

Einige Schüler des Geo-Grundkurses des HGGT haben in Zusammenarbeit mit der IG "Eine Welt" eine Initiative zur Unterstützung ins Leben gerufen.

Jeder Schüler, der kann und will soll 1€ pro Monat in die Spendenbox für ZuKi einwerfen. Wir wünschen den Schülern und ihrer Initiative viel Glück!


Ganz wichtig ist: Die bisherige gute Zusammenarbeit mit den Schülern wird damit fortgesetzt und mit dieser Aktion auf eine neue Stufe gehoben. Klasse!

spendenaktion nepal  
 Plakat der Initiative  
 IMG 6299  IMG 6302
 Infostand der IG "Eine Welt" und von ZuKi  Schulfest am HGGT

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IMG 6308
 Fr. Oelschlägel kann stolz auf die Schüler sein.
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 unser Infostand  Ein Teil der Initiatoren






























































































 




 

Patientenstatistik vom PMC - Stand August 2013

Erfreuliche Nachrichten zu den Patientenzahlen vom Gesundheitszentrum PMC sprechen für die gute Arbeit von Peshala und Muna. Großartig daran ist auch, dass viele Frauen und ebenfalls viele Kinder zur Behandlung kommen. Das war unser gemeinsames Ziel: Aufbau einer Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, insbesondere für Frauen und Kinder. 17.09.13

Entwicklung der Anzahl von Patienten

Statistik 2013-8 A

 

Aufteilung der Patienten nach Geschlecht und Alter

Statistik 2013-8

 

Eine neue Ausbildung startet bald: Bipana beginnt ihr Studium zum Health Assistant (*)

 

Eine weitere Erfolgsgeschichte beginnt?

Die junge Frau Bipana Pakhrin hat in diesem Jahr erfolgreich ihr SLC in der "Sunrise Academy" abgeschlossen. Anschließend arbeitete sie als Praktikantin im PMC und hat dort einen sehr guten Eindruck hinterlassen: Hilfsbereit, zu allen Arbeiten bereit und sehr nett, wie uns Peshala berichtete. Ihr Ziel ist es nun, im "Stupa College" in Kathmandu ihre weitere Ausbildung zum Health Assistant (H.A.) zu beginnen. Das Level, solch eine Ausbildung antreten zu können, ist hoch und Bipana hat die letzten Monate fleißig gelernt. Anfang August kam die Nachricht: Sie hat bestanden und ist unter den 75 Personen, die gleichzeitig mit ihr die Aufnahmeprüfung ablegten, auch noch die beste geworden! Herzlichen Glückwunsch und Alles Gute fürs Studium, welches im Herbst 2013 beginnt und voraussichtlich 3 Jahre dauern wird. 

Wir werden hier die Neuigkeiten berichten. 9.8.13

 

(*) Eine Anmerkung für unsere Leser: Health Assistant: eine nepalesische Berufsbezeichnung für Personen, die eine 3-jährige medizinische Ausbildung absolviert haben. Derart ausgebildete Personen sichern die medizinische Grund- und Notfallversorgung, was auch das Verabreichen von Medikamenten und Injektionen beinhaltet. Sie arbeiten vorwiegend in ländlichen Regionen Nepals.

 

Erste Mitgliederversammlung des Vereins

Am 13.4.2013 fand unsere erste Mitgliederversammlung in Hamburg statt. Neben dem anschaulichen Reisebericht von Susanne und Martin und den obligatorischen Vereinssachen gibt es nun den offiziellen Start der neben dem PMC weiteren Projekte: "Sunrise Academy" und "Sahara Mädchenhaus".

 

Unsere ersten Projekte sind in der Schule "Sunrise Academy" der Neubau eines Gebäudes mit drei Klassenräumen und von Toiletten. Im "Sahara Children's Home", dem Mädchenhaus, sorgen wir dafür, dass demnächst 6 neue Mädchen aufgenommen werden können. Es werden Betten gekauft und die Gelder zur Versorgung sowie die Schulgelder gezahlt. Wir sind sehr froh, gute und verlässliche Partner in Nepal gefunden zu haben. Danke an alle Spender, die das bisher ermöglicht haben.


Um die Projekte auch zukünftig weiterführen zu können sind wir weiter auf Ihre Hilfe angewiesen. Ab sofort ist es auch möglich, Patenschaften für die Mädchen aus dem Mädchenhaus zu übernehmen. Weitere Einzelheiten zu den Projekten und eine Kleinprojekteliste für zumeist einmalige Spenden finden Sie auf auf den entsprechenden Seiten der Homepage.

 

Reisebericht Susanne&Martin "Namaste 2- 2013"

Dhulikhel, 13.03.13   21:00 Uhr

Wetterbericht: Morgens + abends ca. 14 °C, tagsüber 25 °C + sonnig

 

Namaste!       Hallo Ihr Lieben.

 

Niemals hätten wir damit gerechnet, ausgerechnet in Nepal "großes Theater" zu sehen. Aber erneut wurden wir eines Besseren belehrt, denn am Freitag, dem Womensday (08.03.13), konnten wir unverhofft bei strahlendem Sonnenschein einer spektakulären "Freiluft-Aufführung" der Womensgroup of Shreechaur (Dorf beim PMC) zum Thema "Alkohol und die Auswirkung auf den häuslichen Frieden" beiwohnen, natürlich mal wieder als Ehrengäste. Die Stimmung der etwa 100 Zuschauerinnen des Dorfes samt Kindern war einfach umwerfend; alle amüsierten sich trotz dieses enormen Problems zahlreicher Familien köstlich.

 

Abends dann mussten wir schweren Herzens alle unsere "sieben Sachen" zusammenpacken, denn am folgenden Morgen (09.03.13) hieß es Abschiednehmen vom PMC und Shreechaur.

Wir starteten unseren 1½-tägigen Adventure-Trek vom PMC zur Busstation in Sangutar mit Geleitschutz von Peshala und ihrem Freund morgens um 7:00 Uhr und erreichten nach 8 Stunden (Pausen inklusive) strammen Bergauf- und Bergabwanderns unser erstes Etappenziel, ein typisch nepalisches Hotel. Zum besseren Verständnis nun die Definition "typisch nepalisches Hotel": Unser Zimmer hatte 3 harte Betten, die sicherlich von 6 Nepalesen belegt würden, Waschen war am Wassertank draußen im Garten angesagt und die spartanische Toilette befand sich als Anbau außerhalb des Gebäudes. Aber mittlerweile kommen wir auch mit solch kargen Unterkünften ganz gut klar, und 'ne "Katzenwäsche" zwischendurch schadet auch nicht!!! Dafür war das Dal Bhaat zum Dinner super!!!

 

Am nächsten Tag (10.03.13) folgten 4 weitere Stunden lang ziemlich strammen Wanderns bis wir gegen Mittag endlich das größere Dorf mit Busanbindung erreichten. Die freie Zeit nutzten wir zum Einkaufen fehlender Werkzeuge und Haushaltsgegenstände für Peshala, die sich riesig freute. Danach ging's mit 'nem Eimer warmen Wassers an den Fluss zum Haare- und Füßewaschen, so wie es auch bei den Einheimischen üblich ist. 3 m von uns entfernt saßen Frauen und wuschen ihre Wäsche im Fluss, weitere 5 m entfernt wurde eine Ziege ausgenommen. Das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber: That's real life in Nepal!!!

 

Während Peshala am Montag (11.03.13) mit ihren neuen Errungenschaften innerhalb von 13 Stunden zum PMC zurückwanderte, setzten wir unsere "große Walze" mit dem Local Bus zur "Sunrise Academy", der Boarding School fort und erreichten diese am frühen Nachmittag.

 

Den "Staatsempfang" mit etwa 100 Girlanden aus Rhododendronblüten für jeden von uns gab's am Dienstag (12.03.13). Zwischendurch mussten uns immer wieder etliche Girlanden vom Hals genommen werden, da unser Blickfeld reichlich eingeschränkt wurde und zum anderen das ganze auch noch ziemlich schwer wurde. Aber Schulleiter und Students hatten ihren Spaß, und der Berg an Blüten, nachdem wir diese abgelegt hatten, war schon umwerfend. Die anschließenden Gespräche vor Ort hinsichtlich möglicher Projekte verliefen sehr gut. Abends musste dann mal wieder ein Huhn sein Leben lassen für das Abschiedsdinner. Aber das Curry daraus schmeckte einfach umwerfend gut!

 

 3 Schueler Zur Begruessung 246 3 Lehrerzimmer43   3 Bibliothek35
Die Kinder sind zur Begrüßung gekommen. Lehrerzimmer Bibliothek
 3 Hostel fuer 8 Maedchen39  3 Hostel fuer Jungen40  3 Gelduebergabe fuer Patenschaft37
Hostel für Mädchen Hostel für Jungen Geldübergabe für eine erste Patenschaft

































 


 

Heute nun sind wir komfortabel mit einem Jeep weiter nach Dhulikhel gereist, befinden uns in einem guten Hotel mit "hot shower" (einfach herrlich!!!) und hoffen, morgen noch mal ein paar Bergriesen zu sehen, bevor es dann wieder nach Kathmandu geht.

 

Alles weitere zu Hause. Wir versuchen etwas Wärme von hier oder aus Dubai mit zubringen.

 

Ciao

 

Susanne + martin
 

Reisebericht Susanne&Martin "Namaste 1- 2013"

 

PMC - Shreechaur, 08.03.13           18:00 Uhr

Wetterbericht: Morgens + abends ca. 14 °C, tagsüber 20 °C + sonnig 

 

Namaste!       Hallo Ihr Lieben,

vor ab: Wegen des "Internets im Schneckentempo" können wir diesem Bericht über die Ereignisse der letzten Tage leider keine der bislang massenhaft "geschossenen" Fotos beifügen. In dieser Hinsicht ist Geduld bis zu unserer Rückkehr nach HH gefordert!

Bislang ist es uns hier in Nepal sehr gut ergangen. Der erste Tag nach unserer Ankunft in Kathmandu bestand aus Shopping (Thamels Supermärkte sind bestens sortiert!), Meeting mit all unseren Bekannten in Kathmandu & Organisation eines guten Jeeps für die Anreise zum Peshala Medical Center (PMC).

Der 13-stündige "Kurztrip" von Kathmandu (Abfahrt um 4:45 Uhr) nach Okhaldhunga am Sonntag (03.03.13) verlief dieses Mal tatsächlich ohne Pannen!!! In "unserem" Jeep für eigentlich 10 Personen saßen nur Peshala mit Freund Danesh, Martin, ich und der Fahrer mit Begleitung. Deshalb hätten wir eigentlich viel Platz zum Sitzen haben müssen, aber nepalesische Sitzabstände und die Dimensionen europäischer Ober- und Unterschenkel passen nach wie vor, auch bei Unterbesetzung, schlecht zusammen.

Für unser "Entertainment" auf dieser elend langen und staubigen Pistenroute (Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 13 km/h) sorgten Peshala, ihr Freund Danesh und der Fahrer, die den Jeep durch ihre vielen Telefonate in ein fahrbares Call-Center mutieren ließen. Allerdings war Uma, eine Lehrerin aus Maidane, nicht ganz unschuldig an dieser Situation, denn vor lauter Aufregung über unser Kommen nach Okhaldhunga, vergewisserte sie sich mehrfach telefonisch, ob wir auch tatsächlich bei ihr übernachten würden. Um 18:00 Uhr endlich erreichten wir gut gerüttelt und geschüttelt Umas Domizil in Okhaldhunga, ein typisch nepalesischer Neubau mit Charme gegen Null. Aber immerhin hat sie ein eigenes Haus! Die Freude war auf beiden Seiten groß und wir wurden von Uma fürstlich mit Obst, Dal Bhaat und gesüßtem Milchtee versorgt.

 

Am nächsten Morgen (04.03.13) hieß es dann Abschied nehmen von Uma und weiterfahren zu unserem Endpunkt nach Rampur. Dieser 1-stündige Kurztrip, ebenfalls mehr Piste als alles andere, war ein "Klacks" im Vergleich zu dem des Vortages. In Rampur (800 m hoch) begann nun der 1200 m hohe Anstieg zum PMC. Zum Glück gestaltete sich dieses "Must", es gibt keine Alternative zu diesem Weg, weniger schlimm als von uns befürchtet. Denn, wegen des fehlenden Trainings der letzten Wochen, hatte ich reichlich "Bammel" vor dieser körperlichen Herausforderung. Zum Erstaunen von Peshala und dem ihres Freundes erreichten wir nach insgesamt nur 4,5 h ziemlichen steilen und stetigen Bergaufwanderns (inklusive einer einstündigen Teepause) das 2000 m hoch gelegene PMC. Nepalesen legen diesen Anstieg in etwa 3,0 h ohne Pause zurück. Wenn ich jetzt vom PMC täglich diesen Weg sehe, bin ich reichlich froh, ihn nicht wieder hinab-steigen zu müssen! Das ganze sieht ziemlich steil von oben aus!!!

Dort angekommen, gab's wieder einen großes Hallo durch die Familienangehörigen und einige Bewohner. Und endlich der erste Blick aufs und ins fertige Peshala Medical Center. Für nepalesische Verhältnisse ein fantastisches Gebäude, an dem allerdings noch sehr viel zu tun ist. Für deutsche Verhältnisse ähnelt es eher einem Rohbau. Aber alle Bewohner sind unglaublich glücklich, dass endlich eine Medizinstation in erreichbarer Nähe liegt, und sie haben zum Glück keine Vergleichsmöglichkeiten!

 

Dienstag (05.03.13) stand im Zeichen der Vorbereitungen für die offizielle Einweihungsfeier am nächsten Tag: Schmücken des Gebäudes mit Girlanden aus knallroten Rhododendronblüten sowie bunten, lustig im Wind flatternden Wimpeln, Anbringen und Abdecken des neuen "Firmenschildes", Dekorieren und "Versperren" der Eingangstür zum Medical Center mit einem Band zum Zerschneiden, Vorbereiten des Festplatzes für die Besucher, Redner und Tänzer und Einrichten der "Feldküche" zum Verköstigen aller Besucher mit Dal Bhaat am Ende der Feierlichkeiten. Nebenbei reisten auch noch Peshalas Eltern und ihr Bruder Mekh mit Familie per Pedes an.

 

2 das Peshala Medical Center 120 2 das Peshala Medical Center 322
Das PMC ist geschmückt. Bauzustand Mai 2013: Da ist noch Einiges zu tun ... aber immerhin!

Allerdings mussten wir auch noch das Problem der neuen, allerdings zu Verstopfung neigenden Gästetoilette mit nepalischen Hilfsmittel lösen, was gar nicht so einfach ist. Nachdem Martin mit "seinem Latein" zum Lösen dieses Problems, trotz des Einsatzes diverser Drähte als Spiralenersatz, am Ende war und die Verstopfung fast schlimmer wurde, löste die "Powerfrau" Peshala diese "gequirlte Sch…" mit Hilfe eines mit Stoff umwickelten Stabes im Null-Komma-Nichts! That's real life in Nepal!!!

 

Nachdem am frühen Morgen des nächsten Tages (06.03.13) auch noch die Musikanlage mit dem typisch scheppernden Sound auf dem Festplatz aufgebaut worden war, trudelten ab 10:00 Uhr allmählich Dorfbewohner, Familienmitglieder, geladene Politiker und andere wichtige Honoratioren der Umgebung ein. Die Einweihung konnte beginnen. Mal wieder gab es unzählige Katas (Glücksschals) für uns und die anderen VIP's, die nepalesische Nationalhymne wurde gesungen, anschließend das "Firmenschild" freigelegt und das Band an der Eingangstüre zum PMC von Martin zerschnitten. Damit war die Einweihung aber noch lange nicht zu Ende! Geschlagene 4 Stunden lang durften wir uns noch die Reden aller VIP's anhören, die uns Peshalas Bruder Mekh freundlicherweise sofort auf Englisch übersetzte. Für Abwechslung zwischendurch sorgten Tanzgruppen mit ihren Vorführungen. Dieser 5 Stunden dauernde offizielle Teil der Einweihung, der mit unserer und Peshalas Rede endete, wurde von "Alt und Jung" (etwa 250 Personen) sehr aufmerksamein verfolgt, was bei uns in Deutschland kaum denkbar wäre. Aber die Aussicht auf "Frei Dal Bhaat mit Fleischbeilage", war dann wohl doch zu verlockend. Gut gesättigt machten sich die Nepalesen nach diesem abwechslungsreichen Tag allmählich auf den Heimweg und es kehrte wieder Ruhe ein am PMC nach diesem für Peshala sehr aufregenden Tag. Sie war sehr, sehr happy!!!

 2 Taenze und Reden Einweihung32 2 Reden Einweihung31 
Kulturprogramm der Jugendlichen  ... und viel Reden
 2 Unterzeichnung Grundvertrag PMC33  2 Wassertank oberhalb PMC34
Unterzeichnung des Vertrages Wassertank

An den beiden letzten Tagen wurde wieder "Klar Schiff gemacht" sowie das außerordentlich wichtige "Basic Agreement" zwischen Peshala, dem Komitee und ZuKi unterzeichnet und gestempelt.

Außerdem sichtete Martin die gröbsten Baumängel oder versuchte diese, sofern möglich, zu mildern. Wenn man sieht, wie die Handwerker hier mit den Materialien umgehen, könnte man sich nonstop die Haare raufen. Aber wir sind hier in Nepal und nicht in Deutschland! Und dennoch: Die Arbeit am Bau, die Peshala hier in den vergangenen Monaten geleistet hat und auch noch leisten muss, ist einfach großartig. Schade, dass wir nicht länger hier bleiben können, um ihr bei den Innenarbeiten noch helfen zu können. Es gäbe massig zu tun!

Morgen müssen wir das PMC verlassen und werden zur Schule "Sunrise Academy" trekken. Peshala und ihr Freund werden uns dabei begleiten.

 

Das war's für heute. Allen ein schönes, hoffentlich frühlingshaftes Wochenende.

 

Ciao und bis bald wieder in Hamburg

 

Susanne + martin













 

Januar 2013: PMC bekommt auf Anhieb den Abnahmebescheid der Gesundheitsbehörde


Das PMC hat das erste Audit bestens bestanden. Gratulation an Peshala!

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Hier zuerst der Originaltext, unten die freie Übersetzung.

Namaste!

i am very proud because district health office from
1 person came here for looked pmc.
pmc looked due to how is earthquake safety building, how is safe land, they look furniture mines patient bed, opd chair ,opd table, patient care chair, another for patient party toilet ,staff toilet, sufficient water, medical equipment ,medicine, light all are looked then after they gone to health office and district health office Head person Gayn bhadur basnet call me for Acceptance letter 3 days ago so i gone there and took the letter.

gayn bhadur said me very best of luck for your okhaldhunga whole district first polyclinic.
in okhaldhunga 2 community hospital that is mision hospital is first and second pokaly community hospital. the pokali community hospital starts 5 years ago but the hospital not get acceptance letter due to earthquake on safety house only stone and mut and water problem like maidane.

pokali community hospital get 1 month ago acceptance letter.

. . . .
your peshala

 

Freie Übersetzung :
… ich bin sehr stoz. Von der Bezirks-Gesundheitsbehörde (Anm.d.R.: Okhaldhunga) ist jemand zur Inspektion des PMC (Peshala Medical Center) gekommen.


Er hat das PMC unter folgenden Gesichtspunkten begutachtet :
• wie erdbebensicher ist das Gebäude,
• wie sicher ist das Gelände rundherum,
• wie ist meine Möblierung, die Übernachtungsbetten für die Patienten, der Behandlungsstuhl und -tisch im Untersuchungsraum, wie der Sicherheitsstuhl für Patienten und weiteres
• getrennte Toiletten für Patienten und Mitarbeiter, ausreichend Wasser
• Medizinische Geräte, Medizin und Beleuchtung


Er ist dann zurück in die Behörde gegangen.
3 Tage später hat mich der Leiter der Distrikt-Gesundheitsbehörde, Herr Gayn Bhadur Basnet, wegen des "Zulassungsbescheids" angerufen und ich bin dort hingegangen, um mir den Bescheid zu holen.
Herr Gyan Bhadur wünschte mir viel Glück für die erste Polyclinic im ganzen Distrikt Okhaldhunga.
In Okhaldhunga gibt es 2 kommunale Hospitäler, das erste ist das Mission Hospital (in Okhaldhunga) und das 2. in Pokaly. Das Pokaly Hospital hat vor 5 Jahren eröffnet, aber wegen der nicht vorhandenen Erdbebensicherheit den Zulassungsbescheid nicht bekommen. Das Gebäude ist aus Steinen und Lehm aufgebaut. Auch gab es Wasserprobleme (wie im Dorf Maidane).
Pokaly Hospital hat vor einem Monat (endlich) den Zulassungsbescheid bekommen.

Eure
Peshala

 

Dezember 2012: Neuigkeiten aus dem PMC

Inzwischen hat die Zahl der Patienten stetig zugenommen (in den letzten 3 Wochen 30 Patientinnen + 21 Patienten). Die hohe Anzahl von Patientinnen freut uns besonders, spricht sie doch für das Vertrauen in Peshala.

Noch gibt es immer wieder Restarbeiten, die am PMC noch zu Ende gebracht werden müssen, aber es sieht alles schon gut aus. Wegen fehlender Verschraubungen, die es in Okhaldhunga nicht gibt, wartet Peshala immer noch auf warmes Wasser aus der Wasser-Solar-Anlage.

 

Am 1. Dezember 2012 fand die offizielle Einweihung des PMC statt.

Die Bauarbeiten sind fertig gestellt, die Zimmer eingeräumt....

 

November 2012: Neuigkeiten aus der „Sunrise Academy“

Rathna Tamang ist unsere neue zusätzliche Ansprechperson für Schulangelegenheiten.
Die Schülerin Biphana Pakrin, ebenfalls eine Tamang wie Peshala, ist vorgeschlagen, ins PMC ins Praktikum zu gehen. Und es wird eine Verbindung von Gairimudi zum PMC ausgekundschaftet, wenn die "Trecker" wieder im Dorf sind. [Julia]

 

Am 16.10.2012 ist "unser" erstes Kind unter Betreuung von Peshala im PMC geboren worden. Viel Glück dem Jungen und seinen Eltern!

Von: Peshala Moktan
Gesendet: Freitag, 28.
Dezember 2012 07:03
An: Susanne + martin Camps
Betreff: Re: No contact with bank

Dear
Martin+Susanne
Namaste!

Today is very sunny & warm. Now I am in PMC office room. Here today(Friday) &Sunday is government holiday therefore I will go to Okhaldhunga on monday . Maybe bank computer does not work.

 

From 2069.08.21 to 2069.09.13(this day) total 51 patients are got service those are 30 female & 21male.

Your loving daughter
Peshala

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